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Roboter revolutionieren den Krieg des 21. Jahrhunderts

Neuerungen hat es in der Militärtechnik immer wieder gegeben: Langbogen und Schießpulver vergrößerten die Reichweite, Maschinengewehre erhöhten die Schussfolge, die Atombombe brachte nie gekannte Sprengkraft. Doch diese Neuerungen haben laut Singer nur verändert, wie Krieg geführt wird. Die Roboter aber veränderten, wer Krieg führe. "5.000 Jahre lang hatten Menschen das Monopol, Kriege zu führen." Dieses Monopol sei gefallen. Der Krieg im 21. Jahrhundert wird von Maschinen bestimmt.

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Video: P.W. Singer

Dabei sei es unwichtig, so Singer, ob sie von Menschen gesteuert werden oder autonom agieren. Roboter seien künstliche Systeme, die wahrnehmen, denken und handeln können, erklärt er und beruft sich auf den deutschen Robotiker Sebastian Thrun, der mit dem Team der Stanford Universität 2005 die Darpa Grand Challenge gewann. "Wahrnehmung bedeutet, das System muss in der Lage sein, Informationen über das, was in der Welt vorgeht, zu sammeln. Denken heißt, es muss auf der Basis dieser Informationen Entscheidungen fällen, die der Umgebung angemessen sind. Handeln schließlich heißt, es muss in der Lage sein, einen Wandel in der Welt hervorzurufen."

Zehntausende Kampfroboter warten auf ihren Einsatz

Schon jetzt werden in allen Bereichen und Waffengattungen Kampfmaschinen eingesetzt, erzählt Singer. Dazu gehören Bodensysteme wie der Packbot des Herstellers iRobot, der Sprengsätze entschärft, oder das Special Weapons Observation Reconnaissance Detection System (SWORDS), ein mit einem Maschinengewehr bestückter Roboter, den iRobot-Konkurrent Foster Miller entwickelt hat. In der Luft setzt die US-Armee unbemannte Flugzeuge (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) wie Predator oder Reaper, auch Predator B genannt, ein, die mit Hellfire-Raketen bewaffnet für Luftangriffe eingesetzt werden. Die größte dieser Drohnen ist Global Hawk, ein unbemanntes Aufklärungsflugzeug, das so groß ist wie ein kleines Passagierflugzeug. Global Hawk startet, fliegt zu tausende Kilometer entfernten Einsatzorten, kreist dort 24 Stunden, fliegt zurück zum Stützpunkt und landet dort - alles selbstständig.

Zehntausende Kampfroboter warten in den Arsenalen von über 40 Armeen auf der ganzen Welt auf ihren Einsatz. Allein das US-Militär besitzt über 12.000 Roboterfahrzeuge und mehr als 7.000 Drohnen. Es setzt sie seit einigen Jahren im Irak und in Afghanistan ein. Doch nicht nur die USA und ihre Verbündeten, darunter auch Deutschland, haben sie. Auch in Russland und China, im Iran und in Pakistan sind sie zu finden.

Ein neuer Rüstungswettlauf

Schon befinden wir uns mitten in einem neuen Rüstungswettlauf, der aber nach anderen Regeln geführt wird als im Kalten Krieg. Denn, so Singer, nicht mehr nur Staaten können sich die neuesten Waffensysteme leisten. "Diese Technologien sind nicht wie Flugzeugträger oder Atombomben, für deren Bau man riesige Industrieanlagen braucht. Vieles ist handelsübliche Technik. Einige kann man sogar selbst bauen, wie etwa die Drohne Raven. Das ist das kleinste unbemannte Flugsystem, das die USA in Afghanistan und im Irak einsetzen. Für etwa 1.000 US-Dollar kann man diese Drohne nachbauen." Bauanleitungen dafür fänden sich im Internet, auf Seiten wie DIY Drones. Deshalb setzten Akteure, die früher nie an komplexe Waffensysteme gekommen sind, heute Roboter ein. Terroristen etwa: Die Hisbollah etwa verfügt über mehrere Drohnen, die sie schon gegen Israel eingesetzt hat.

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Samsonite 20. Apr 2012

Boston Dynamics hat einen Riesen-Schritt auf dem Weg zur Roboterarmee genommen: Quelle...

spanther 04. Mai 2009

Äh Schäden sehe ich zB. massiv in Tropenwäldern. Diese Wälder sind jahrtausende alt im...

MuH:-) 04. Mai 2009

So was nennen die Ökonomen - ökonomisch. Maximieren von Gewinn durch geringsten...

redwolf 04. Mai 2009

Wenn es eine entwicklung genauso beispiellos wie die des Buchdrucks gibt, dann ist das...

redwolf 04. Mai 2009

Na Hans, wie gehts dir heute? http://www.lachschon.de/slides/chAosP-1172059019.jpg



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