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IT-Freiberufler erwarten sinkende Stundensätze

Schwere Zeiten für eine erfolgsverwöhnte Branche. IT-Freiberufler sehen die Zukunft nicht mehr so rosig wie noch vor wenigen Wochen. In einer Umfrage der Projektvermittlung GULP gaben 38 Prozent an, ihre Honorare würden in absehbarer Zeit sinken. Auch mehr als die Hälfte der Projektanbieter sehen das so.
/ Andreas Donath
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Sowohl die Selbstständigen als auch ihre Kunden schätzen, dass sich in näherer Zukunft die Stundensätze negativ entwickeln. Sie schätzen die Zukunft insgesamt schwärzer ein als im Jahr 2001. Damals platzte die Dotcom-Blase.

42 Prozent der Selbstständigen sind ein wenig positiver eingestellt und gehen davon aus, dass sich ihre Stundensätze in absehbarer Zeit nicht verändern werden. Nur noch 20 Prozent der IT-Freiberufler erwarten in Zukunft steigende Stundensätze, das sind 68 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

58 Prozent der Projektanbieter hatten vor einem Jahr noch ein Steigen der Freiberufler-Honorare erwartet. Jetzt erwartet die Hälfte von ihnen, dass die Sätze sinken. Das sind etwa 3,5-mal so viele wie im Jahr 2008 – und genauso viele wie 2001.

Angesichts dieser Prognosen könnte sich das Bild aufdrängen, dass in Boomzeiten zu hohe Stundensätze verlangt wurden und nun eine Bereinigung stattfindet. Dies sehen die Freiberufler allerdings nicht so. Die Mehrheit hält ihre Honorarvorstellungen weiterhin nicht für zu hoch. Nur ein Drittel der Projektanbieter sieht dies im Gegensatz so.

Grundlage war eine Umfrage von GULP unter 300 IT-Freiberuflern und 36 Projektanbietern. Einen Anspruch auf Repräsentativität erhebt die Umfrage nicht.


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