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SAP: 33 Prozent weniger Softwarelizenzen verkauft

Gewinn und Umsatz schrumpfen – Firmenchef dennoch optimistisch. SAP hat im ersten Quartal 2009 unter schrumpfendem Gewinn und Umsatz gelitten. Der Walldorfer Konzern verkaufte 33 Prozent weniger Softwarelizenzen. Vorstandssprecher Leo Apotheker erwartet aber, dass der Weltmarktführer gestärkt aus der Rezession hervorgeht. Ab 2010 soll es wieder aufwärts gehen.
/ Achim Sawall
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SAP, der weltgrößte Hersteller von Unternehmenssoftware, hat im ersten Quartal 33 Prozent weniger Softwarelizenzen verkauft. Die Erlöse schrumpften hier von 622 Millionen Euro auf 418 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Betriebsergebnis) fiel um 8 Prozent auf 332 Millionen Euro. Das Konzernergebnis ging in dem Quartal um 16 Prozent auf 204 Millionen Euro zurück. Der Gesamtumsatz reduzierte sich um 3 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode auf 2,40 Milliarden Euro (2008: 2,46 Milliarden Euro), erklärte Europas größter Softwarekonzern. Die Analysten hatten 2,54 Milliarden Euro prognostiziert. Die Verdienste mit Softwarewartung konnte SAP dagegen steigern.

Der Konzern bekräftigte seine Prognose für das Geschäftsjahr 2009. Die Erlöse aus dem Verkauf von Softwarelizenzen und Softwarewartung würden nur um 1 Prozent zurückgehen.

"Wir haben unsere führende Stellung im Markt trotz des schwierigen Umfelds behaupten können" , sagte Co-Vorstandssprecher Leo Apotheker, der ab Juni 2009 die Firma allein führen wird. "Das Unternehmen wird aus dieser Rezession gestärkt hervorgehen, genauso wie aus dem vorherigen Abschwung in diesem Jahrzehnt."

SAP erwartet, dass die Marktbedingungen im Jahr 2009 weiterhin schwierig bleiben. Dem Nachrichtensender CNBC sagte Apotheker: "Ich hoffe, wir sehen einen Aufschwung im Jahr 2010."

3.000 der circa 51.500 Arbeitsplätze im Unternehmen werden abgebaut, was im Jahr 2009 Restrukturierungskosten von bis zu 300 Millionen Euro verursachen wird. Die Kosten für externe Dienstleister und Investitionen will das Unternehmen senken.


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