ATIs Ex-CTO jetzt bei Apple
Seit dem Januar 2008 war von Bob Drebin nichts mehr zu hören gewesen – bis dahin hatte er für die Grafikabteilung von AMD den Posten des CTO inne. Auf den Webseiten von AMD findet sich sogar immer noch sein Firmenprofil(öffnet im neuen Fenster) . Die Stilleperiode dürfte auf eine Konkurrenzausschlussklausel in seinem Arbeitsvertrag zurückzuführen sein, denn laut Drebins Profil bei LinkedIn(öffnet im neuen Fenster) ist er seit 2009 für Apple tätig. Was der Grafikentwickler dort macht, verrät Apple natürlich bisher nicht.
Diesmal hat Drebin offenbar freiwillig gewechselt, zuvor wurde er bereits zweimal mit seinem Arbeitgeber zusammen verkauft. Erst hatte ATI im Jahr 2000 das Grafik-Start-up ArtX übernommen , das die GPU von Nintendos GameCube entwickelt hatte. Und 2006 schluckte AMD wiederum ATI .
Bob Drebin, der maßgeblich an der Gründung von ArtX und der Entwicklung der GameCube-GPU beteiligt war, hatte zuvor neun Jahre für Silicon Graphics gearbeitet und dort Grafikhardware entworfen. Davor war er fünf Jahre erst für Lucasfilm tätig gewesen und später deren Ableger Pixar. Dort hatte er als Grafikprogrammierer angefangen, bevor er ins Hardwarefach wechselte.
Damit gewinnt Apple einen Ingenieur, der die Entwicklung von Computergrafik seit der Mitte der 1980er Jahre kennt und folglich auch den 3D-Boom seit Mitte der 1990er Jahre mitgestaltet hat. Was die Mac-Macher mit Drebins Know-how anfangen, ist noch unklar. Ohne ein großes Team von Hardwareentwicklern kann auch Bob Drebin keine neuen Chips für Apple entwickeln. Und seit dem Wechsel zur Intel-Architektur 2005 kauft Apple fast alle Chips zu.
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