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Tandberg Data will trotz Insolvenz weitermachen

Norwegische Mütter des Speicherherstellers haben Gläubigerschutz beantragt. Zwei Muttergesellschaften des norwegischen Speicherherstellers Tandberg Data sind zahlungsunfähig. Die weltweit verteilten Vertriebstöchter machen trotz der Insolvenz unter Führung des US-Hedgefonds Cyrus Capital weiter.
/ Achim Sawall
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Der Speicherhersteller Tandberg hat für die Muttergesellschaften Tandberg Data ASA und Tandberg Storage ASA am 24. April 2009 bei norwegischen Gerichten Insolvenz angemeldet. Das gab das börsennotierte Unternehmen bekannt. Eine Kreditrückzahlung an den US-Hedgefonds Cyrus Capital habe die Finanzkraft der Holding überfordert. Tandberg Data ist der erste größere Speicherhersteller, den die Finanzkrise in die Knie zwingt.

Die Vetriebstöchter Tandberg Data in den USA, Japan, Singapur und die Niederlassungen in Europa führten ihre Geschäfte jedoch fort, hieß es weiter. Als Ergebnis des Insolvenzverfahrens übernimmt der oft als "Heuschrecke" bezeichnete spekulative Investmentfond Cyrus Capital die Aktiva des Unternehmens und wird Mehrheitseigentümer der neu gegründeten TAD Holding, die die Geschäfte fortführen soll. In Norwegen rechnen Insider bei Tandberg mit Arbeitsplatzverlusten, erfuhr Golem.de aus dem Unternehmen.

Der operative Hauptsitz des Unternehmens wird nach Dortmund verlegt. "Der Geschäftsbetrieb der Tandberg-Data-Niederlassungen wird in dieser neuen Struktur fortgeführt, nur mit einer sehr viel geringeren Schuldenlast" , so Tandberg-Data-Chef Pat Clarke. Die Firma sei ein Opfer der Finanzkrise und der mangelnden Verfügbarkeit von Krediten geworden.

Auch die deutsche Tandberg Data GmbH führe ihre Geschäfte unverändert fort. "Das gilt auch für Service und Support der Produkte" , sagte Geschäftsführer Frank Roszyk. In den kommenden Wochen wolle die Firma weitere Produkte für die Datensicherung auf Tape und Disk vorstellen.

Tandberg Data ist Anbieter und Hersteller von Speicherprodukten aus den Bereichen Tape Libraries, Tape Autoloader und Tape Drives, von Storage-Software und auch von diskbasierten Datenmedien wie dem RDX Quikstor.


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