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Videointerview: Was spielen wir 2015?

Trend: Neue Vertriebsplattformen
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Golem.de: Wenn das alles so fragmentiert ist, wird sich vom einzelnen Spiel aber kaum eine größere Stückzahl verkaufen lassen. Millionenseller sind da kaum drin.

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Weidemann: Ein Freund von mir hat vor zwei Wochen seine erste iPhone-Applikation in den Appstore gestellt und hat nun 6.000 Downloads pro Tag. Das Ding kostet zwar nur einen Euro, aber 6.000 Euro möchte ich auch gerne mal am Tag verdienen. Das ist nur ein Beispiel - dann gibt es noch Xbox Live, die haben ähnliche Zahlen. Es wird immer mehr Plattformen auf immer mehr Geräten geben, egal ob das Mobil ist oder für Netbooks oder anderes. Das sind sehr große Märkte, weil es die Masse bringt. Da kann ich es mir mal erlauben, mit einem Spiel, das nur einen Euro kostet, trotzdem ein gutes Geschäft zu machen. Das war so noch nie da.

Weidemann: Das heißt, dass künftig mehr Spiele gleichzeitig erfolgreich sein können?

Ja, das ist so. Wir sind momentan sehr getrieben von den Charts. Das heißt, dass 10 Prozent der Produkte um die 90 Prozent des Umsatzes ausmachen. Künftig wird sich das sehr viel breiter verteilen, weil wir sehr viel vielfältigere Zielgruppen, Märkte und Endgeräte haben werden.

Wir haben noch gar nicht richtig begriffen, wie mächtig das Medium Computerspiel ist, weil wir zu sehr in Schubladen denken. Wenn wir die öffnen und erst mal begreifen, was wir da in der Hand haben... Wir sollten uns als das größte Unterhaltungsmedium der Welt verstehen. Klingt arrogant, ist aber momentan so. Wir haben aber noch nicht mal die Grenzen begriffen, und was wir alles tun können. Ich bin schon gespannt, was ich im Jahr 2015 spielen werde, und freue mich schon darauf.

Trend: Mikroprojektoren
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Golem.de: Was ist die wichtigste technische Entwicklung bis 2015?

Weidemann: Die kompakte Technik wird immer wichtiger, etwa das iPhone. Die andere Sache ist, dass diese Technik immer anwendungsfreundlicher wird. Das iPhone ist das erste Gerät in der Richtung - so wie damals der erste PC von IBM. Wenn wir zehn Jahre in die Zukunft denken, dann wird das natürlich noch viel spannender sein. Ich habe Handys gesehen mit eingebautem Beamer und einer Kamera, und die Funktionalitäten sind enorm. Da hat man dieses Handy an einer Kette um den Hals hängen, und wenn man jemandem die Hand schüttelt, nimmt die Kamera sein Gesicht auf, macht einen Onlineabgleich mit der Gesichtserkennung, weiß, wer es ist und der Beamer beamt die Information, wer das ist und welche Interessen er hat, auf sein Shirt. Das heißt, ich habe diese Information sofort zur Hand.

Da kann man sich auch soziale Spiele ausdenken, die das verwenden. Man kann durch die Fußgängerzone gehen und weiß sofort: Welche Frau ist Single und welche nicht. Das sind alles Dinge, die sind jetzt schon da - nur mit den Softwareapplikationen wird noch experimentiert. Aber im Jahr 2015 werden wir das haben, mit tollen Möglichkeiten.

Golem.de: Sind Onlinestores wie der iPhone-Appstore oder Xbox Live langfristig eine Chance für deutsche Entwickler - oder ist der Zug schon abgefahren?

Weidemann: Nein, ist er noch nicht. Das Problem ist, dass die deutschen Entwickler immer relativ träge reagieren auf neue Märkte. In den USA geht das ruck, zuck, innerhalb von drei, vier Wochen sind die ersten Entwickler gegründet worden, die nur iPhone-Applikationen machen. Ich glaube, es gibt hier nur eine ganz kleine Anzahl von Entwicklern, die ein Xbox-Live-Spiel draußen haben, und auf dem Appstore sieht es ähnlich aus. Die reagieren da ein bisschen zu langsam. Aber der Zug ist noch nicht abgefahren - er kommt gerade erst an.

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Spiele 23. Jul 2010

Du meinst das ist eine Verschlechterung zu den Gladiatoren Spielen der Römerzeit? Die...

yyy 23. Jul 2010

Schon mal was von Mangos gehört? http://getmangos.com/

Shuzz 28. Apr 2009

Auf dem Mac kann man nicht spielen? oO Danke für die Info, dann werd ich mein WoW am...

ThadMiller 28. Apr 2009

Nicht mal annähernd witzig. Bitte weiter üben.

ThadMiller 27. Apr 2009

Doch, aber erst 2030. (Auch nur ne Schätzung, aber besser, da von mit :))


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