Erste Tests des Core i7 975 mit neuem Stepping

Engineering Sample in Russland aufgetaucht

Noch vor der offiziellen Ankündigung von Intel gibt es einen kurzen Test des Core i7 975 mit 3,33 GHz. Die russischen Xbitlabs konnten ein Vorserienmodell vermessen, dessen Die im neuen Stepping D0 gefertigt ist. Die Leistungsaufnahme verringerte sich dadurch aber nur geringfügig.

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Woher das Muster stammt, gibt das russische Medium, dessen Hauptsitz sich inzwischen in den USA befindet, naturgemäß nicht an. Die Screenshots von Programmen wie CPU-Z weisen den Prozessor aber als Vorserienmodell (Engineering Sample) aus, wie es von Intel den Herstellern von Mainboards und PCs zur Verfügung gestellt wird. Diese Engineering Samples stellt Intel oft auch der Presse zur Verfügung, so dass das Muster von Xbitlabs sich nahe am Serienzustand befinden dürfte.

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Vergleichende Werte von synthetischen Benchmarks, Anwendungen und Spielen gibt die Redaktion zwar nicht an - aber einige Messungen zu Temperatur und Leistungsaufnahme. Der Zuwachs an Rechenleistung dürfte durch die 133 MHz mehr beim Standardtakt von 3,33 GHz GHz gegenüber dem Core i7 965 ohnehin sehr moderat ausfallen.

Wesentlich spannender sind die Auswirkungen des neuen Steppings. Mit diesem Namen bezeichnen Chiphersteller die Revisionen der Dies, bei denen vor allem kleinere Fehler ausgebügelt werden. Zugleich werden die Steppings aber auch verwendet, um die Leistungsaufnahme zu senken. Intel war es hier bei den Prozessoren mit Core- und Penryn-Architektur sowohl bei 65 wie 45 Nanometern Strukturbreite gelungen, je nach CPU zum Teil deutlich zweistellige Reduktionen der Leistungsaufnahme in Watt zu erreichen.

Im Falle des Core i7 hatte das Unternehmen aber bereits im Januar 2009 mit einem "Specification Update" die Erwartungen an das Stepping D0 gedämpft. Gegenüber dem Stepping C0, in dem derzeit die Serie Core i7 ausgeliefert wird, sollten keine signifikanten Änderungen bei Leistungsaufnahme und Kühlung zu erwarten sein.

Die Tests von Xbitlabs bestätigen das nun, wobei der 975 aber trotz leicht gesteigertem Takt etwas weniger elektrische Leistung aufnimmt. Die gesamte Testplattform mit dem Mainboard Gigabyte GA-EX58-UD5, 6 GByte DDR3-1600-Speicher von Kingston und einer 4890-Grafikkarte von Sapphire nahm im Idle-Modus 168 Watt auf. Bis auf 1 Watt entspricht dieser Wert dem System mit dem Core i7 965, was im Rahmen der Messgenauigkeit liegen dürfte.

Unter voller Last beim Kompilieren eines Linux-Kernels kam die Plattform mit dem 975 aber auf 289 Watt, mit dem 965 waren es 301 Watt. Das neue Stepping zeigt also immerhin trotz höherem Takt eine konstante Tendenz zu weniger Energiebedarf. Das zeigen auch die Temperaturen der CPU, die je nach Test um bis zu drei Grad unter dem Vorgängermodell lagen. Den Takt im Idle-Modus hat Intel zudem nicht gesenkt, minimal läuft der 975 mit 1.600 MHz. Der Phenom II X4 kommt auch in den schnellsten Versionen nur mit der Hälfte aus, wenn er nichts zu tun hat.

Wann der neue Prozessor auf den Markt kommt, steht bisher immer noch nicht fest. Obwohl der Core i7 975 bereits seit Wochen durch Preisvergleiche spukt, liefert ihn noch kein Händler aus. Auch von Intel gibt es noch immer keinen bestätigten Termin für die Markteinführung.

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