Bionischer Roboter Smoky: Fisch treibt Schiff
Sog und Wellenschlag vermeiden – Wassersportler und Berufsschiffer, vor allem auf Binnengewässern, kennen dieses Gebot zum Langsamfahren zur Genüge. Hintergrund ist, dass starke Wellen Ufer schädigen und Befestigungen unterspülen. Zudem wirbeln Schiffspropeller die Böden der Gewässer auf. Forscher der TU Darmstadt arbeiten deshalb an einem alternativen Antrieb, der die Gewässer und die Lebewesen darin weniger beeinträchtigen soll.
Das System hat wenig mit einem herkömmlichen Schiffsantrieb zu tun. Es gleicht eher einem Fisch. Tatsächlich ist der bionische Roboter Smoky einer Goldbrasse nachempfunden. Diese allerdings misst nur ein Fünftel des etwa 1,50 Meter langen künstlichen Fisches. Wie sein natürliches Vorbild bewegt sich Smoky durch elegante Schlängelbewegungen fort.
Smokys Körper wird von einer Haut aus Latex bedeckt, unter der sich ein Skelett verbirgt, das aus zehn Segmenten besteht. Elektrische Aktoren, denen Wasser nichts anhaben kann, bewegen die Körpersegmente gegeneinander und erzeugen so die schlängelnden Bewegungen, die Smoky antreiben. Diese sind übrigens variabel: Die Wissenschaftler haben Videobilder von verschiedenen Fischarten ausgewertet und testen nun deren Bewegungsmuster an dem Fischroboter.
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