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Kritisches Problem in OAuth

OAuth-Provider schalten OAuth vorübergehend ab. Das unter anderem von Google, Yahoo und Twitter genutzte OAuth-Protokoll hat eine kritische Sicherheitslücke, die nur durch eine Änderung des Protokolls beseitigt werden kann. Unter anderem Yahoo und Twitter haben aus Sicherheitsgründen ihre OAuth-Unterstützung vorerst deaktiviert.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Sicherheitslücke in OAuth ( OAuth Security Advisory 2009.1(öffnet im neuen Fenster) ) betrifft alle standardkonformen Implementierungen des Protokolls OAuth Core 1.0, die den sogenannten OAuth-Authorization-Flow unterstützen. Loggen sich Angreifer mit ihrem Account bei einer OAuth-Website ein, können sie das dabei übergebene Request-Token nutzen, um es anderen Nutzern unterzuschieben und so an deren Account zu gelangen. Da die Opfer am Ende auf der korrekten Website landen, bleibt der Angriff vom Opfer unbemerkt.

Es habe in den vergangenen Tagen keine bekannten Fälle gegeben, in denen die Sicherheitslücke ausgenutzt wurde, heißt es von Seiten des OAuth-Projekts. OAuth-Providern wird nahegelegt, entsprechende Überwachungsfunktionen zu installieren. Zudem sollen sie ihre Nutzer auf die Risiken hinweisen, wenn eine Autorisierung von einer nicht vertrauenswürdigen Location aus gestartet wird.

Eine wirkliche Lösung des Problems ist nur durch eine Änderung des OAuth-Protokolls möglich, an der derzeit gearbeitet wird.


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