Logitech macht hohen Verlust
Der Schweizer Computerzubehörhersteller Logitech hat im letzten Quartal einen Verlust von 35 Millionen US-Dollar (20 Cent pro Aktie) erlitten. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde noch ein Gewinn von 60,3 Millionen US-Dollar (32 Cent pro Aktie) ausgewiesen. Der Umsatz sackte im vierten Finanzquartal 2008/2009 um 32 Prozent auf 408 Millionen US-Dollar ab. Ursachen seien die schwache Kundennachfrage und das vorsichtige Bestellverhalten des Handels.
Vor Sonderposten betrug der Verlust 11 Cent. Die Analysten hatten auf dieser Berechnungsgrundlage nur einen Verlust von 7 Cent pro Aktie und mit 486,5 Millionen US-Dollar einen weitaus höheren Umsatz erwartet. Im Berichtszeitraum betrugen die Restrukturierungskosten vor Steuern 20,5 Millionen US-Dollar.
Juristisch hat Logitech seinen Hauptsitz im Schweizer Romanel-sur-Morges, wird aber aus dem nordkalifornischen Fremont gemanagt, weswegen auch der Geschäftsbericht in US-Dollar ausgewiesen wird. Das von dem Informatikstudenten Daniel Borel gegründete ehemalige Start-up galt lange als innovatives Vorzeigeunternehmen mit beeindruckendem Wachstum.
"Der wirtschaftliche Abschwung war der Hauptgrund für den Umsatzrückgang im vierten Quartal" , sagte Logitech-Chef Gerald Quindlen. Die Verkäufe hätten unter der geringeren Nachfrage der Verbraucher und dem stärkeren US-Dollar gelitten, erklärte der Logitech-Chef.
Im laufenden ersten Geschäftsquartal erwartet Logitech einen operativen Verlust von 40 bis 50 Millionen US-Dollar. Der Umsatz werde 300 bis 320 Millionen US-Dollar betragen. Damit würde der Jahrestiefpunkt beim operativen Ergebnis erreicht. In der zweiten Hälfte des angelaufenen Finanzjahres 2010 soll es laut Quindlen wieder aufwärts gehen. Die Finanzreserven lägen bei einer halben Milliarde US-Dollar.
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