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Gegner im Spiel - Intelligenz zählt mehr als Schönheit

Gespräch über die Gegnerarten im Computerspiel - und was sie so spannend macht

Space Invaders, Mario Kart und Doom wären ohne sie langweilig: die Gegner im Computerspiel. Joel Kaczmarek hat sich wissenschaftlich mit den Opponenten beschäftigt - und bei der Entwicklerkonferenz in Berlin mit Golem.de über seine Erkenntnisse gesprochen.

Joel Kaczmarek hat sich im Rahmen seiner Masterarbeit an der Universität Potsdam mit dem Thema der Gegnerschaft in Computerspielen beschäftigt. Hauptberuflich arbeitet er derzeit als Chefredakteur des Onlinefachblattes Gründerszene.

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Golem.de: Sie haben sich an der Uni Potsdam mit dem Thema Computergegner beschäftigt. Wieso sind Computergegner ein Thema für einen Wissenschaftler?

Joel Kaczmarek: Ich finde die Computerspieleforschung an sich sehr interessant. Viele der Leute, die im Gamesbereich Forschung betreiben, sind mit den Spielen groß geworden und haben sich von der Kindheit an dafür interessiert - das ist der Metakontext, der auch hinter mir steckt. Und mich hat immer gestört, dass sich die Leute mit Spielern an sich beschäftigt haben, aber gar nicht mit dem Gegenüber. Computerspiele zeichnen sich im Gegensatz zu Fernsehen und Literatur ja dadurch aus, dass ich interagiere, dass ich einen Anteil habe, dass ich was mache. Es gibt Aktion und Reaktion, und darum habe ich gedacht, ich betrachte die Sache mal aus einem anderen Blickwinkel: Guck dir den Gegner an, was macht der, wie ist der strukturiert und wie ist mein Verhältnis zu ihm.

 

Golem.de: Welche Beziehung haben Spieler zu Gegnern, außer sie abzuknallen?

Kaczmarek: Ich habe versucht mir zu überlegen, welche Standardformen gibt es, in denen ich mit meinem Gegner interagiere. Ich bin der Meinung, es gibt drei.

Golem.de: Welche Formen sind das?

Kaczmarek: Das erste wäre, dass ich mit meinem Gegner im Wettbewerb stehe. Ich denke da an Sportspiele wie Fifa oder Mario Kart. Da wollen wir beide über die Ziellinie kommen, haben beide das gleiche Ziel, respektieren uns aber gegenseitig - Chancengleichheit ist ein Stichwort. Die zweite Form wäre Feindschaft, das ist das, was man typischerweise mit Ego-Shootern wie Doom assoziiert. Man hat antagonistische Ziele, von vorher gleichgerichtetem Wettbewerb kommen wir entgegengesetzt zu Feindschaft. Ich bin bereit, den anderen zu töten, weil seine Ziele den meinen zuwiderlaufen. Und das Dritte, was ich mir überlegt habe, ist, dass es gar keinen lebendigen Gegner in diesem Sinne gibt, sondern ich als Spieler agiere gegen den Raum. Etwa Super Mario: Da ist es zwar eine Mischform, weil es dort lebendige Gegner gibt, aber eigentlich spiele ich gegen den Raum, springe über Hürden, klettere durch Röhren und es gibt Abgründe und so weiter.

Gegner im Spiel - Intelligenz zählt mehr als Schönheit 

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Klaus1971 24. Apr 2009

Ich würde Gruppe 3 nicht auf den Raum beschränken, sondern es "die Welt" oder auch "das...

blonder Schönling 24. Apr 2009

Muskelbepackt ja, aber Schönlinge? Und Blondinen? Ich weiß nicht so recht. Eher noch...

vxv 23. Apr 2009

"Es wäre kein Problem die Gegner KI in Shootern so gut zu machen das der Spieler nicht...

Harrr 23. Apr 2009

... ist das. Das soll die Grundlage einer Masterarbeit sein?! Dann werde ich mal eine...

wulaigo 23. Apr 2009

Er meint wohl eher diesen Text im Aufmacher: "Quo Vadis Space Invaders, Mario Kart und...



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