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Test: Aurora - Fotobearbeitung ohne Regler

Bildbackup bei Amazon S3. Light Crafts hat ein Fotobearbeitungsprogramm vorgestellt, mit dem auch Anfänger schnell gute Ergebnisse erzielen sollen. Das Besondere: Aurora besitzt keine Schieberegler, wie sie aus anderen Programmen dieser Art bekannt sind.
/ Andreas Donath
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Anstelle von Schiebereglern arbeitet Aurora mit Voransichten der Auswirkungen, die die Effekte mit sich bringen. Die Effektstärke wird dabei ebenfalls berücksichtigt: Nicht eine, sondern gleich mehrere Voransichten zeigen, wie stark sich die Nachbearbeitung auf das Foto auswirkt. Rohdaten von Digitalkameras bearbeitet Aurora nicht.

Die Bearbeitungsmöglichkeiten von Aurora sind übersichtlich, doch für die meisten Fotos ausreichend. Die Schattenaufhellung (Relight) korrigiert zu dunkle Bildpartien, lässt aber korrekt belichtete Bereiche unbearbeitet. Außerdem besitzt Aurora einen Schärfefilter sowie eine Regulierung der Farbsättigung und ein Werkzeug zur Korrektur von Farbstichen.

Der Schwarz-Weiß-Filter simuliert sogar Farbfilter, mit denen unterschiedliche Kontraste erzielt werden können. Der Sepia-Filter fehlt ebenso wenig wie ein Rote-Augen-Filter. Schließlich hilft ein Beschnittwerkzeug mit Hilfslinien und diversen Voreinstellungen bei der Wahl des richtigen Bildausschnitts. Eine interaktive Drehfunktion hilft, schräg gestellte Aufnahmen geradezurücken.

Die Fotos können zudem mit Schlagwörtern und Titeln kategorisiert werden. Eine einfache Suchfunktion hilft, in umfangreichen Bildersammlungen die Übersicht zu behalten. Auf Wunsch kopiert Aurora die Fotos außerdem auf Bilderplattformen wie zum Beispiel Flickr.

Über Amazons Onlinespeicher S3 wird die Bildersammlung gegen Gebühr online gesichert. Dieser Dienst kostet ab 4,95 US-Dollar im Monat und kann direkt über Aurora abonniert werden. Der Vorteil der Lösung ist die externe Speicherung – bei Brand oder Diebstahl sind am gleichen Ort gelagerte Backupmedien oft sinnlos.

Aurora selbst kostet 15,40 Euro und kann in einer Testversion eine Woche lang kostenlos ausprobiert werden.

In einem Kurztest von Golem.de konnte Aurora nicht ganz überzeugen. Zwar sind die einfachen Filter wie die Schwarz-Weiß-Umwandlung, die Schärf- und Farbfilter tadellos, bei der automatischen Schattenaufhellung ("Auto Relight") allerdings schlägt das Programm deutlich über die Stränge. So kommt es zu unschönen Farbmustern in den viel zu stark aufgehellten und damit unnatürlichen Bereichen.

Aurora basiert auf Adobe AIR und arbeitet bei der Berechnung relativ langsam. Die Vorschaubilder, die das übliche Interface mit Reglern ersetzen, sind außerdem zu klein und erlauben zum Beispiel beim Schärfefilter keine ausreichende Beurteilung. So findet sich der Anwender in vielen Undo- und Redo-Prozessen wieder, bis das gewünschte Ergebnis gefunden wurde.


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