EU macht Handynutzung im Ausland deutlich preiswerter
Für den SMS-Versand aus dem Ausland dürfen Netzbetreiber künftig maximal 13 Cent pro Nachricht inklusive Mehrwertsteuer verlangen. Auch die Kosten für den mobilen Internetzugang hat das EU-Parlament gedeckelt. Ab dem 1. Juli 2009 darf der Großhandelspreis für ein übertragenes MByte bei maximal 1,19 Euro liegen. Im Durchschnitt liegt dieser Preis derzeit bei 1,86 Euro mit Spitzenwerten von 6,82 Euro, teilte das EU-Parlament mit. Im Jahr darauf ist eine Preisobergrenze von rund 95 Cent pro MByte geplant und ab 1. Juli 2011 wird die maximale Gebühr auf knapp 65 Cent je MByte sinken.
Beim Datenroaming müssen Netzbetreiber ihren Kunden bis März 2010 die Möglichkeit geben, einen Datendienst abzuschalten, falls ein Rechnungsbetrag von 50 Euro oder mehr erreicht wird. Den Wert für die Kostenbegrenzung kann der Verbraucher selbst festlegen, er muss aber oberhalb von 50 Euro liegen. Damit sollen unerwartet hohe Rechnungen verhindert werden.
Außerdem hat das EU-Parlament neue Preisobergrenzen für Handyanrufe im europäischen Ausland festgelegt. Ab dem 1. Juli 2009 dürfen ausgehende Anrufe maximal 51,17 Cent pro Minute kosten und eingehende Telefonate mit maximal 22,61 Cent inklusive Mehrwertsteuer abgerechnet werden. Ab dem 1. Juli 2010 sinken diese Preisobergrenzen auf 46,41 Cent und 17,85 Cent und ein Jahr später dann auf 41,65 Cent und 13,09 Cent je Gesprächsminute.
Außerdem werden die Netzbetreiber dazu verpflichtet, abgehende Roaminggespräche nach der ersten halben Gesprächsminute sekundengenau abzurechnen. Ausgehende Roaminganrufe müssen von Beginn an sekundengenau berechnet werden. Oftmals müssen Kunden derzeit jede angefangene Telefonminute voll bezahlen, dadurch bezahlen Verbraucher nach Angaben der EU rund 20 Prozent mehr als sie eigentlich telefonieren.
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