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E3 - Karmann und EWE entwickeln Elektroauto

Viertürige Elektrolimousine für den Stadt- und Pendlerverkehr. Der Cabriobauer Karmann und das Energieunternehmen wollen gemeinsam ein Elektroauto bauen. Ein Modell der Pendlerlimousine haben sie auf der Hannover Messe gezeigt. Der erste Prototyp soll im Herbst auf Testfahrt gehen.
/ Werner Pluta
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Der Automobilhersteller Karmann und der Energieversorger EWE entwickeln zusammen ein Elektroauto. Auf der Hannover Messe haben die beiden Unternehmen ein Modell des Fahrzeugs vorgestellt.

Der E3 wird eine viertürige Limousine, die von ihren Merkmalen her in erster Linie für Pendler geeignet sein soll. Das Auto wird eine Reichweite von etwa 150 Kilometern haben und soll gut 140 km/h schnell fahren. Der erste Prototyp des Elektroautos soll im Oktober 2009 fertig sein. Insgesamt sollen vier bis sechs Testfahrzeuge gebaut werden. Wie bei Teslas Limousine Model S soll auch beim E3 der Akku in den Unterboden integriert werden.

Die Bezeichnung E3 stehe für nachhaltige Energieversorgung durch Energieeffizienz, Energieeinsparung und erneuerbare Energien, erklärte EWE-Chef Werner Brinker. Das bedeutet, das Fahrzeug soll auch in das Stromnetz integriert werden – als mobiler Energiespeicher. Seine Akkus werden aufgeladen, wenn viel Strom ins Netz eingespeist wird, etwa wenn viel Wind weht. Wird das Auto nicht gebraucht, kann es bei Bedarf selbst wieder Strom ins Netz einspeisen. "Die Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien spielt eine zentrale Rolle wenn es darum geht, die Herausforderungen der zukünftigen Energieversorgung zu lösen. Und in dieser Schlüsselfrage erhoffen wir uns durch dieses Projekt wichtige Aufschlüsse" , so Brinker.

Das Oldenburger Versorgungsunternehmen EWE ist auch an dem Projekt eTelligence in Cuxhaven beteiligt. Dessen Ziel ist es, erneuerbare Energien wie Windenergie besser in die Stromnetze zu integrieren.

Karmann beschäftigt sich nach eigenen Angaben schon seit längerem mit dem Thema Elektromobilität. Das Osnabrücker Unternehmen baut unter anderem Cabrios auf dem Chassis anderer Hersteller. Bekanntgeworden ist Karmann durch das zwischen 1955 und 1974 gebaute Coupé Karmann Ghia(öffnet im neuen Fenster) , das auf dem VW Käfer basierte, sowie durch die Käfer-Cabrios. Das Unternehmen steckt jedoch in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und musste Anfang des Monats Insolvenz anmelden.


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