Neue Opterons mit 40 Watt ACP bei 2,3 GHz
Seit den im Herbst 2007 vorgestellten Opterons mit Barcelona-Kern gibt AMD für seine Serverprozessoren vorrangig nicht mehr die "Thermal Design Power" (TDP), sondern eine " Average CPU Power " (ACP) an. Für den neuen Opteron 2377 EE findet sich auch in den technischen Daten(öffnet im neuen Fenster) nur noch die ACP von 40 Watt, nicht die TDP.
Die Serie EE – das Kürzel benutzte AMD früher schon für "energy efficient" – ist damit die sparsamste Linie der Opterons mit Shanghai-Kern. Das Modell 2377 erreicht dabei 2,3 GHz, das 2373-Modell 2,1 GHz. In der Praxis dürfte die Leistungsaufnahme der Prozessoren wohl eher um 60 Watt liegen. Direkt umrechnen lassen sich ACP und TDP nicht, AMD hatte das Verhältnis erst bei den letzten Opterons vom Januar 2009 geändert.
Gedacht war die ACP vor allem, um herauszustellen, dass bei Intel-Servern der Chipsatz mit dem Speichercontroller und den bis vor kurzem aktuellen FB-DIMMs hohen Anteil an der gesamten Leistungsaufnahme haben. Inwieweit sich die ACP angesichts der neuen Nehalem-Xeons noch halten kann, bei denen der Speichercontroller ebenfalls in der CPU sitzt, muss sich noch zeigen.
Um bei den EE-Opterons noch mehr Strom zu sparen, kann die Funktion "Power-Cap" verwendet werden. Der Prozessor erreicht dann auch bei hoher Last nicht mehr seine maximale Taktfrequenz, die er ohnehin in mehreren Stufen selbst regelt. Administratoren sollen so laut AMD beispielsweise nachts die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems beschränken. Für Power-Cap muss das BIOS des Servers entsprechend vorbereitet sein. Insgesamt soll ein Server mit dem 2377 EE (2,3 GHz, 40 Watt ACP) gegenüber dem Modell 2381 HE (2,5 GHz, 55 Watt ACP) unter Last 19 Prozent weniger Leistung aufnehmen.
Allen diesen Prozessoren sind 6 MByte L3-Cache und ein Speichercontoller für DDR2-800-DIMMs (registered) gemein. AMD differenziert die Opterons nicht wie die Desktopprozessoren durch verschiedene Cachegrößen, sondern vor allem über Takt und Leistungsaufnahme. Laut AMD werden die neuen EE-Prozessoren bereits an Serverhersteller ausgeliefert, Preise nannte das Unternehmen noch nicht.
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