Spieletest: Assault on Dark Athena - Riddick zurück im Knast

Das originale Escape from Butcher Bay hat fünf Jahre nach seiner Erstveröffentlichung nichts von seiner Faszination verloren. Immer noch ist es äußerst spannend, mit Richard B. Riddick alias Vin Diesel aus dem Hochsicherheitsgefängnis Butcher Bay auszubrechen - vor allem, weil die Flucht eine alles andere als einfache Angelegenheit ist. Neben unzähligen Wachen, Sicherheitsvorrichtungen und einer unwirtlichen Umgebung erweist sich auch ein Großteil der Gefängnisinsassen kaum als große Hilfe beim Ausbruch. Erst nachdem diverse Aufträge für Mitgefangene erledigt, Waffen ergattert, zahlreiche Faustkämpfe gewonnen und die Dunkelheit fürs kontinuierliche Attackieren aus dem Hintergrund genutzt werden, darf sich Riddick in Sicherheit wähnen.
Die Freude währt allerdings nur kurze Zeit: Kaum sind die ersten Minuten der Fortsetzung "Dark Athena" angespielt, befindet sich Riddick schon wieder auf fremdem Boden und auf der Flucht - nur dass es diesmal gewissenlose Söldner sind, die Riddick an Bord des Raumschiffes Dark Athena das Leben schwer machen - mit dem Ziel, ihn und seine Mitgefangenen zu willenlosen Sklaven zu machen.
Auch technisch bietet Dark Athena ein zwiespältiges Bild. Das optisch erneuerte Escape From Butcher Bay wirkt im direkten Vergleich mit dem Xbox-Original deutlich detailreicher und wartet mit beeindruckenden Licht- und Schattenspielen auf. Gleichzeitig sind die Texturen in beiden Spielen teils matschig und die Animationen steif - oft wirkt Dark Athena nicht wie ein Spiel aus dem Jahr 2009.
Mehr Innovationsfreude haben die Entwickler dafür beim Multiplayer-Modus bewiesen. Zwar gib es auch hier die typischen Deathmatch-Modi, dazu aber auch durchaus spannende Varianten wie "Pitch Black". Hier wird dem Titel gemäß in fast völliger Dunkelheit gespielt - ein gutes Ohr wird benötigt, um Riddick auf die Schliche zu kommen oder auf der anderen Seite als Riddick zu entkommen.
The Chronicles of Riddick: Assault on Dark Athena erscheint am 23. April 2009 für Xbox 360 (hier getestet), Playstation 3 und PC. Das Spiel kostet etwa 60 Euro (Konsolen) beziehungsweise 50 Euro (PC) und hat von der USK keine Jugendfreigabe erhalten.
Fazit
The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay ist auch fünf Jahre nach seiner Erstveröffentlichung ein spannender und atmosphärisch äußerst gelungener Mix aus Schleichaction und Shooter. Wer das Original damals nicht gespielt hat, sollte den Gefängnisausbruch in verbesserter Optik jetzt durchaus wagen. Besitzer des Originals hingegen dürften von Dark Athena eher enttäuscht sein: Die Fortsetzung wirkt uninspiriert und bietet wenig neue Ideen. Der Multiplayermodus allein rechtfertigt den Kauf sicherlich nicht.



