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Sacred-Entwicklerstudio Ascaron meldet Insolvenz an

Gespräche mit Investoren über Übernahme finden bereits statt. Dem traditionsreichen deutschen Spieleentwickler Ascaron ist das Geld ausgegangen – wieder einmal. Das Unternehmen kündigt gleichzeitig an, dass die Konsolenversionen von Sacred 2 fertiggestellt sind, dass ein Add-on für die PC-Version kommt und die Arbeit an Sacred 3 begonnen hat.
/ Peter Steinlechner
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"Die Ascaron Entertainment GmbH hat am 14. April 2009 beim Amtsgericht Bielefeld die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt" , schreibt Ascaron in einer Pressemitteilung vom 17. April 2009. Mithilfe des Insolvenzverwalters wolle man versuchen, das Unternehmen und möglichst viele Arbeitsplätze zu retten. Die Geschäftsführung stehe bereits in Gesprächen mit mehreren Interessenten über eine Übernahme.

Grund für die prekäre Lage sei, dass es in der vierjährigen Entwicklungsphase von Sacred 2 – die PC-Version kam Anfang Oktober 2008 auf den Markt – zu Verzögerungen gekommen sei. Solche Terminverschiebungen sind dann Ursache dafür, dass bei weiter laufenden Kosten, etwa für Personal, kein neues Geld ins Unternehmen gelangt.

In der gleichen Pressemitteilung kündigt Ascaron an, dass die Arbeiten an Sacred 2 für Xbox 360 und Playstation 3 abgeschlossen sind. Beide Versionen sollen Mitte Mai 2009 im Handel sein. Außerdem arbeiten die Entwickler an einem Add-on für Sacred 2 und sogar schon an Sacred 3.

Ascaron wurde 1991 von seinem Geschäftsführer Holger Flöttmann gegründet. Im September 2001 musste das Unternehmen zum ersten Mal Insolvenz anmelden, sah sich aber 2002 vorerst gerettet. Bekannt ist die Entwicklungsabteilung neben Sacred vor allem für die traditionsreiche, aber schon länger nicht mehr fortgesetzte Anstoss-Fußballmanager-Reihe.


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