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Designstudie: Handy mit rollbarem OLED-Display ohne Akku

Kyocera zeigt neue Technologien für mobile Geräte. Kyocera hat US-Berichten zufolge auf einem Fachkongress eine Designstudie für das Handy der Zukunft vorgestellt. Das Gerät besteht aus einem großen OLED-Display, das wie eine Brieftasche zusammengeklappt wird. Die zum Betrieb nötige elektrische Energie soll durch die Nutzung des Handys erzeugt werden.
/ Nico Ernst
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Das Designblog Core77 berichtet(öffnet im neuen Fenster) über das "EOS" genannte Handy, das von Kyocera stammt, nicht von Canon – dieser Name für Spiegelreflexkameras ist nicht in allen Ländern geschützt. Dem Blog zufolge hat Kyocera die Studie in der vorvergangenen Woche auf der Fachmesse der CTIA gezeigt, die in den USA dem Mobile World Congress (MWC) von Barcelona entspricht.

Erst jetzt tauchten im Netz Bilder der Studie(öffnet im neuen Fenster) auf, die der Journalist Jeffrey Sass bei Pikchur(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht hat. Daraus geht hervor, dass sich das Eos wie eine Brieftasche zweimal umklappen lässt. Möglich macht das ein flexibles OLED-Display. Aufgeklappt besteht die gesamte Rückseite des Geräts aus einem Breitbilddisplay.

Werden zwei Ebenen übereinandergeschlagen, sieht das Eos aus wie ein Mininotebook. Die dafür nötigen Tasten sollen sich nach den Vorstellungen der Designerin Susan McKinney, die Core77 zitiert, aus programmierbarer Materie selbst bilden. An solchen Konzepten von Gegenständen, die vorgegebene Formen annehmen können, arbeiten zahlreiche Wissenschaftler weltweit. Intel hatte erste Schritte dazu auf seinem IDF im Herbst 2008 gezeigt.

Auch die Energieversorgung des Eos ist futuristisch angelegt. Das Gerät soll keinen Akku enthalten, sondern durch Berührungen des Benutzers selbst Strom erzeugen. McKinney sieht dafür piezoelektrische Generatoren vor, die per Mikromechanik gebaut werden sollen.

Da die nötigen Materialien und Technologien mit Ausnahme von flexiblen OLED-Displays noch nicht zur Verfügung stehen, gab Kyocera auch noch nicht an, wann ein ähnliches Gerät auf den Markt kommen könnte. Core77 zufolge arbeiten die Entwicklungsabteilungen von Kyocera im kalifornischen San Diego und im indischen Bangalore aber daran, einige der Ideen auch in Produkten umzusetzen.


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