Abo
  • Services:

Streit um Fallout Online

Rechtliche Auseinandersetzung zwischen Interplay und Bethesda bahnt sich an

Interplay arbeitet mit einem bulgarischen Entwicklerstudio an einem Onlinerollenspiel im Fallout-Universum - doch so richtig hat die Produktion wohl noch nicht begonnen. Deshalb warnt Interplay seine Aktionäre jetzt: Es sei damit zu rechnen, dass Bethesda seine Lizenz zurückhaben möchte, die zuletzt mit Fallout 3 höchst profitabel war.

Artikel veröffentlicht am ,

Offizielles Logo 'Projekt V13'
Offizielles Logo 'Projekt V13'
"We may not be able to successfully develop a 'Fallout' MMOG", schreibt Interplay in dicken Buchstaben in einer aktuellen Information an seine Aktionäre. Das Unternehmen - aus dessen einst erfolgreichen Studios 1997 das erste Fallout kam - hatte Mitte 2004 die Rechte an Fallout an Bethesda verkauft. Die Onlinerollenspielrechte allerdings sind als Lizenz von Bethesda bei Interplay verblieben - unter einer Bedingung: Bis zum Stichtag 4. April 2009 muss Interplay mit der eigentlichen Entwicklungsarbeit an einem Fallout-MMOG beginnen, auch die Finanzierung muss stehen. Andernfalls erhält Bethesda die MMOG-Rechte an der Serie.

 

Stellenmarkt
  1. SEG Automotive Germany GmbH, Stuttgart-Weilimdorf
  2. ADAC Ostwestfalen-Lippe e.V., Bielefeld

Interplay bastelt seit längerem unter dem Arbeitstitel "Project V13" an Konzepten für das Spiel, besonders weit ist das kleine Team aber noch nicht gekommen. Am 2. April 2009 - also zwei Tage vor Ablauf der Frist - hat Interplay eine Kooperation mit dem bulgarischen Entwicklerstudio Masthead bekanntgegeben. Masthead produziert bereits ein Science-Fiction-Onlinerollenspiel namens Earthrise, die dafür programmierte Engine soll auch beim Fallout-MMOG Verwendung finden.

Interplay gibt nun bekannt, Bethesda habe sich gemeldet und wolle seine Lizenz zurückhaben. Bethesda sei der Auffassung, Interplay habe es nicht geschafft, rechtzeitig die volle Entwicklungsarbeit an einem Fallout-MMOG zu beginnen und dafür eine tragfähige Finanzierung aufzubauen. Interplay sieht das anders; noch hat keine der Seiten rechtliche Schritte eingeleitet. Interplay selbst rechnet zumindest theoretisch damit, dass es die Lizenz verlieren könnte.

Bethesda hat sich zu dem Thema öffentlich noch nicht geäußert, aber wahrscheinlich möchte das Unternehmen früher oder später selbst ein Onlinerollenspiel im Fallout-Universum entwickeln. Das höchst erfolgreiche Fallout 3 hat die Serie neu aufgebaut, das Szenario der postnuklearen Welt eignet sich prächtig für ein MMOG. Aber selbst wenn Bethesda keine derartigen Pläne hat, könnte ein bei Interplay halbgar produziertes Onlinerollenspiel für negative Schlagzeilen sorgen und so den Wert der Marke "Fallout" mindern.

Das 1983 gegründete Unternehmen Interplay gehörte in den 1980er und 1990er Jahren zu den wichtigsten Entwicklern und Publishern in der Computerspielebranche. 2004 musste die Firma Insolvenz anmelden, 2006 kam sie mit einem Investor zurück. Ein schlagkräftiger Entwickler oder Publisher ist sie allerdings nicht: Nach eigenen Angaben hatte Interplay Ende 2008 sieben Beschäftigte - vier Spieldesigner und drei in der Verwaltung.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 4,67€
  3. 44,99€

It's Me 17. Apr 2009

Solariz.de ist wohl der erwähnte Blog einfach bei seiner E-Mail nachschaun ;D Schönen Tag...

Nolan ra Sinjaria 17. Apr 2009

wobei mir beide recht nette Ideen für was eigenes geliefert haben

Nolan ra Sinjaria 17. Apr 2009

... der im wesentlichen nur die CD-Abfrage entfernt hat

Vault Dweller 16. Apr 2009

InExile = Brian Fargo, Jason Anderson. Das waren die original Fallout Entwickler. So wie...

feierabend 16. Apr 2009

bei 4 Entwickler sind es entweder 75% oder wie ich vermute 100%


Folgen Sie uns
       


Huawei P30 Pro - Hands on

Das P30 Pro ist Huaweis jüngstes Top-Smartphone, das erstmals mit einem Teleobjektiv mit Fünffachvergrößerung kommt. Im ersten Kurztest macht die Kamera mit neu entwickeltem Bildsensor einen guten Eindruck.

Huawei P30 Pro - Hands on Video aufrufen
Adblock Plus: Adblock-Filterregeln können Code ausführen
Adblock Plus
Adblock-Filterregeln können Code ausführen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Von Hanno Böck

  1. Urheberrecht Axel-Springer-Verlag klagt erneut gegen Adblocker
  2. Whitelisting erlaubt Kartellamt hält Adblocker-Nutzung für "nachvollziehbar"
  3. Firefox Klar Mozilla testet offenbar Adblocker

Swobbee: Der Wechselakku kommt wieder
Swobbee
Der Wechselakku kommt wieder

Mieten statt kaufen, wechseln statt laden: Das Berliner Startup Swobbee baut eine Infrastruktur mit Lade- und Tauschstationen für Akkus auf. Ein ähnliches Geschäftsmodell ist schon einmal gescheitert. Dieses kann jedoch aufgehen.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Elektromobilität Seoul will Zweirad-Kraftfahrzeuge und Minibusse austauschen
  2. Rechtsanspruch auf Wallboxen Wohnungswirtschaft warnt vor "Schnellschuss" bei WEG-Reform
  3. Innolith Energy Battery Schweizer Unternehmen entwickelt sehr leistungsfähigen Akku

Orientierungshilfe: Wie Webseiten Nutzer tracken dürfen - und wie nicht
Orientierungshilfe
Wie Webseiten Nutzer tracken dürfen - und wie nicht

Für viele Anbieter dürfte es schwierig werden, ihre Nutzer wie bisher zu tracken. In monatelangen Beratungen haben die deutschen Datenschützer eine 25-seitige Orientierungshilfe zum DSGVO-konformen Tracking ausgearbeitet.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Cookie-Banner Deutsche Datenschützer spielen bei Nutzertracking auf Zeit
  2. Fossa EU erweitert Bug-Bounty-Programm für Open-Source-Software
  3. EU-Zertifizierung Neues Gesetz soll das Internet sicherer machen

    •  /