Abo
  • Services:

Amazon will Phorm nicht

Internetanbieter entscheidet gegen das umstrittene Werbesystem

Der Internethändler Amazon wird dem Werbeanbieter Phorm nicht erlauben, Daten von seinen Seiten für personalisierte Werbung zu nutzen. Gründe gab das Unternehmen nicht an. Britische Bürgerrechtler hoffen, dass sich weitere Anbieter anschließen.

Artikel veröffentlicht am ,

Amazon hat angekündigt, seine Seiten für das umstrittene Werbesystem Webwise des Anbieters Phorm zu sperren, berichtet die BBC. Das bedeutet, Phorm darf keine Daten, die bei der Nutzung von Amazon-Seiten entstehen, für personalisierte Werbung nutzen.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. ElringKlinger AG, Dettingen an der Erms

Phorm räumt Anbietern das Recht ein, der Nutzung ihrer Sites für personalisierte Werbung zu widersprechen. Die Bürgerrechtsbewegung Open Rights Group hatte in März 2009 eine Reihe von großen Anbietern, darunter auch Amazon, aufgefordert, von dieser Option Gebrauch zu machen.

Amazon machte keine Angaben darüber, ob es diese Aufforderung war oder das von der Europäischen Kommission eingeleitete Verfahren gegen Großbritannien wegen des Phorm-Werbesystems, die das Unternehmen zu der Entscheidung bewogen haben. In einer Mitteilung heißt es lediglich, man habe Phorm mitgeteilt, das System "für alle unsere Domains" nicht zuzulassen.

Amazon ist das erste große Internetunternehmen, das das Werbesystem von Phorm nicht zulässt. Die Open Rights Group begrüßte die Entscheidung. Neben Amazon haben der Bloganbieter Livejournal, das E-Demokratie-Projekt mySociety sowie die Community Netmums gegen Webwise optiert.

Die Entscheidung gegen Phorm sei eine Entscheidung für den Schutz der Privatsphäre ihrer Nutzer und ihrer Marke, so die Open Rights Group. "Wir erwarten, dass bald auch weitere Websitebetreiber Webwise sperren und dass auch die Provider ihre Pläne, den Nutzern hinterherzuschnüffeln, fallenlassen werden."

Das Konzept von Phorm sieht vor, dass die Datenströme der Nutzer per sogenannter Deep Packet Inspection durchforstet und analysiert werden. So werden Nutzerprofile erstellt, zu denen Phorm dann passende Werbung ausliefert. Phorm und die British Telecom (BT), die das System einsetzen will, wollen Nutzern lediglich die Möglichkeit zum "opt-out", also zur Ablehnung einräumen. Gegner des Systems bestehen aber darauf, dass die Nutzer explizit zustimmen ("opt-in") müssen. Erste Tests des Systems hatte BT ohne Wissen und Einwilligung der Nutzer durchgeführt.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,99€
  2. (u. a. Der Marsianer, Spaceballs, Titanic, Batman v Superman)
  3. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

nepumuk 16. Apr 2009

Noch, nicht wenn das System sich in 2-3 Jahren als transparenten Proxy ausgibt und "on...

FWW 16. Apr 2009

Kannst ja CACert nutzen: http://www.cacert.org/ Mehr User=größere Chance für Aufnahme in...

dddsafff 16. Apr 2009

hehehe stimmt ;) "Stimmen Sie zu, dass Ihnen nach Analyse Ihres Netzverkehrs...

anonym 16. Apr 2009

Und du glaubst, dass andere webshops direkt nach dem Versand vergessen was du gekauft...


Folgen Sie uns
       


Rimac Concept Two (C_Two) angesehen (Genf 2018)

Wir haben uns auf dem Genfer Autosalon 2018 den C_Two von Rimac angesehen.

Rimac Concept Two (C_Two) angesehen (Genf 2018) Video aufrufen
P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

Grenzenloser Datenzugriff: Was der Cloud-Act für EU-Bürger bedeutet
Grenzenloser Datenzugriff
Was der Cloud-Act für EU-Bürger bedeutet

Neue Gesetze in den USA und der EU könnten den Weg für einen ungehinderten und schnellen weltweiten Datenzugriff von Ermittlungsbehörden ebnen. Datenschützer und IT-Wirtschaft sehen die Pläne jedoch sehr kritisch.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektronische Beweise EU-Kommission fordert weltweiten Zugriff auf Daten
  2. Panera Bread Café-Kette exponiert Millionen Kundendaten im Netz
  3. Soziale Netzwerke Datenschlampereien mit HIV-Status und Videodateien

    •  /