Massiver Auflagenrückgang bei GameStar, PC Games & Co

Print-Spielemagazine kämpfen mit starken Auflagenverlusten

Die Auflagen von Spielefachzeitschriften wie GameStar, PC Games oder Computer Bild Spiele gehen stark zurück. Das zeigen die aktuellen Quartalsergebnisse der IVW. Besonders hart betroffen ist Bravo Screenfun, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum über 60 Prozent der Auflage verloren hat.

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Es gab Zeiten, da wanderten von Computer Bild Spiele jeden Monat rund 730.000 Ausgaben über die Ladentheken - das war Ende 2002. Seitdem hat sich die verkaufte Auflage, gemessen von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW), mehr als halbiert. Im zuletzt erfassten 1. Quartal 2009 konnte das Multiformatmagazin aus dem Verlag Axel Springer noch 284.076 Exemplare absetzen - gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ein Minus von 15 Prozent. Noch schlimmer hat es das PC-Spielemagazin GameStar des Münchner IDG Verlags erwischt, das einen Rückgang der verkauften Auflage um 18,5 Prozent auf jetzt durchschnittlich 152.671 Exemplare verkraften muss. Das Konsolengegenstück GamePro liegt nun bei 37.142 Exemplaren, ein Minus von 13,2 Prozent.

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Nicht mehr marktrelevant ist Bravo Screenfun, deren verkaufte Auflage nun bei 11.616 Exemplaren pro Monat liegt - ein Rückgang von 60,9 Prozent. Bereits seit Monaten rechnen Medienexperten damit, dass die Hamburger Bauer Verlagsgruppe das Magazin einstellt. Eine Bravo-Screenfun-Redaktion aus dem eigenen Hause gibt es schon seit Mitte 2008 nicht mehr - es wurde ein externes Redaktionsbüro beauftragt.

Die Auflage der PC Games aus dem Computec-Verlag liegt nun bei 123.210 Exemplaren. Das sind 14,7 Prozent weniger als im ersten Quartal 2008. Radikal abwärts ging es auch mit ihrer Schwester PC Action, ebenfalls Computec: minus 28,1 Prozent - nur noch 38.477 Leser griffen zu. Bei der PC Games Hardware liegt der Rückgang bei 21,8 Prozent, die Auflage nun bei 65.635 Exemplaren.

Die Gründe für die massiven Auflagenrückgänge sind vielfältig. Neben der schlechten Wirtschaftslage werden die gedruckten Spielemagazine durch die Konkurrenz der immer professioneller gemachten kommerziellen Onlineangebote - zum Teil aus eigenem Hause - bedroht. Auf der anderen Seite kosten Blogs und Community-Fanseiten Marktanteile. In Zeiten schneller DSL-Zugänge funktionieren außerdem Lockmittel wie die früher wichtigen beigelegten CDs und DVDs als Quelle von Programmupdates nicht mehr. Eine weitere Ursache sind die immer stärkeren Sonderhefte und -ausgaben der Magazine, die das Bedürfnis an gedruckter Information, insbesondere der World-of-Warcraft-Spieler, nahezu vollständig befriedigen.

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Ysper 20. Aug 2009

Seit Spiele mehrere Jahre Entwicklungszeit brauchen scheint den entsprechenden Magazinen...

Nameless 11. Mai 2009

Geil, meine GameStar dagegen kommt mir immer öfters sehr steril vor.

davidcd 05. Mai 2009

auch ich lese die gamestar. Bin umgestiegen weil es die pc action seit einigen ausgaben...

M.Kessel 20. Apr 2009

Es ist anscheinend mittlerweile die Meinung der Nicht-mehr-Käufer. Man sucht sich besser...



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