Sharp produziert neue LCD-Generation früher
Die LCD-Fabrikanlage im japanischen Sakai bei Osaka ist seit Ende 2007 im Bau. Sie wird laut Sharp die erste der sogenannten zehnten Generation sein und kann LCD-Muttergläser mit einer Größe von 8,7 Quadratmetern (2.880 mm x 3.130 mm) verarbeiten. Diese sind 60 Prozent größer als die Muttergläser aus Sharps aktueller LCD-Fabrik der achten Generation, Kameyama II.
Aus einem der großen LCD-Muttergläser kann Sharp etwa sechs 60-Zoll-, acht 50-Zoll-LCD-Panels oder Panels der Größen 82 Zoll und 108 Zoll fertigen. Ab Oktober 2009 wird der Hersteller entsprechend mehr und vor allem größere LCD-TVs sowie Präsentationsdisplays produzieren können.
Sharp hat den Produktionsstart um fünf Monate vorgezogen, um bei der LCD-Produktion früher kostensparender arbeiten zu können und wettbewerbsfähiger zu werden. Für das neue Geschäftsjahr hofft Sharp auf eine weiterhin hohe Nachfrage nach qualitativ hochwertigen LCD-Panels.
"Besonders in den sogenannten 'Emerging Markets' wie China, aber auch in Europa, einem der größten Überseemärkte für Sharp, steigt trotz Wirtschafts- und Finanzkrise der Bedarf an LCD-TVs. Zudem wächst der Bedarf an sogenannten e-Signage-Displays rasant" , heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.
Sharp hat Anfang April 2009 erneut seine Umsatz- und Gewinnprognose senken müssen. Im zum 31. März abgelaufenen Geschäftsjahr hat Sharp rund 30 Prozent mehr Verlust gemacht als ursprünglich erwartet. 130 Milliarden Yen, umgerechnet 970 Millionen Euro, Verlust erwartet Sharp laut den vorläufigen Zahlen.
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