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8-TByte-Festplatte mit eSATA, Firewire 400/800 und USB

Vier Festplatten, vier Schnittstellen und vier RAID-Modi. Other World Computing (OWC) stellt eine externe RAID-Festplattenbox vor, die bis zu vier Festplatten über eSATA, Firewire 800, Firewire 400 und USB 2.0 bereitstellen kann. Windows-Nutzer müssen bei so großen Festplatten aber aufpassen. Es droht ein Datenverlust an der eSATA-Schnittstelle.
/ Andreas Sebayang
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Die Mercury Elite-AL Pro Qx2 von OWC ist eine externe RAID-Box. Bis zu vier Festplatten kann die Box aufnehmen, die per eSATA, Firewire 800, Firewire 400 oder USB 2.0 an einen Rechner angeschlossen wird. OWC bietet die Mercury Elite-AL Pro Qx2 nur mit vorinstallierten Festplatten an. Die kleinste Kapazität von OWC liegt bei 2 TByte, mit vier 500-GByte-Platten. Der Maximalausbau der RAID-Box liegt bei derzeitiger Festplattentechnologie bei 8 TByte verteilt auf die vier 2-TByte-Festplatten. Die Festplatten können als RAID 0, 1, 5 oder 1+0 angesprochen werden. Auch Spanning unterstützt die Mercury Elite-AL Pro Qx2.

Die eSATA-Schnittstelle gehört bereits der zweiten Generation an. Sie kann also bis zu 300 MByte/s übertragen. OWC behauptet, die höhere Bandbreite mit der Box ausnutzen zu können, und belegt das mit eigenen Benchmarks(öffnet im neuen Fenster) . Die Benchmarks zeigen unter MacOS X im Mittel Werte zwischen 185 MByte/s (lesend) und 191 (schreibend) MByte/s an.

Sollte eine eSATA-Schnittstelle fehlen - beim Mac muss diese erst nachgerüstet werden -, kann der Anwender auch Firewire nutzen. Nach eSATA ist Firewire 800 mit 59 und 72 MByte/s am schnellsten. Firewire 400 erreicht nur 35 bis 37 MByte/s. Das Schlusslicht stellt die USB-2.0-Schnittstelle dar. Als einzige Schnittstelle ist sie mit 35 MByte/s beim Lesen etwas schneller als beim Schreiben. Hier sind es laut den Benchmarks von OWC 34 MByte/s.

Der Box legt OWC für Windows-Nutzer Novastors Novabackup bei. Mac-Nutzer können Prosoft Engineerings Data Backup nutzen. Nur für Macs gibt es eine Lizenz der Benchmark-Suite Speedtools, mit der OWC selbst bencht. Außerdem liegt dem Gerät noch weitere kostenlose Software sowie Shareware bei.

Für Windows-Nutzer gibt OWC noch eine kleine Warnung aus, dass der Speicher nach dem GPT-Schema formatiert werden muss, sobald er mehr als 2 TByte pro Volume bereitstellen soll. Das benötigt aber entweder Windows XP in der 64-Bit-Variante, Windows 2003 Server oder Windows Vista. Die Nachfolger sollten damit ebenfalls umgehen können.

Gefährlich ist allerdings ein Treiberbug einiger SATA-Controller unter Windows, über den die c't(öffnet im neuen Fenster) in der Ausgabe 02/09 (Seite 54/55) beim Test einer Lacie-Festplatte berichtet hat: Es besteht die Möglichkeit, dass Windows wegen des Treibers den Festplattenspeicher (etwa im RAID-0) jenseits der 2 TByte nicht richtig erkennt. Die Folgen sind für Windows-Nutzer unter Umständen fatal, wenn die Festplatte mit mehr als 2 TByte beschrieben wird: "Dann werden die Daten am Anfang der Platte überschrieben, die Partitionierung ist hinüber und alle Daten futsch, wie wir in mehreren nächtelangen Versuchen zuverlässig reproduzieren konnten" , schreibt Harald Bögeholz von der c't.

Wer so eine Festplatte unter Windows an der eSATA-Schnittstelle einsetzen möchte, sollte sehr genau auf die installierten Treiber schauen und diese gegebenenfalls aktualisieren.

Die Mercury Elite-AL Pro Qx2 kostet je nach Ausstattung zwischen 680 und 1.900 US-Dollar. Die Garantiezeit liegt bei drei Jahren. Ausgewählte Enterprise-Modelle haben eine Garantiezeit von fünf Jahren.


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