eBay will Skype an die Börse bringen
Der Auktionsplattformbetreiber eBay wird den VoIP-Betreiber Skype, den das Unternehmen im Jahr 2005 für 2,6 Milliarden US-Dollar gekauft hatte, ausgliedern und an die Börse bringen. Der Versuch der Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis, zusammen mit den Investmentkonzernen Warburg Pincus, Kohlberg Kravis Roberts, Providence und Elevation Partners den VoIP-Betreiber zurückzukaufen, ist damit offenbar an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert.
Vor einigen Wochen hatte eBay-Chef John Donahoe angekündigt, sich von Beteiligungen zu trennen, aus denen sich keine Synergien mit dem Kerngeschäft generieren ließen. Mit Skype gebe es wenig Synergie. Donahoe will mehr Gewicht auf den Ausbau des Bezahldienstleisters Paypal und die verschiedenen E-Commerce-Plattformen legen.
Der Börsengang Skypes soll in den kommenden 18 Monaten erfolgen. Angaben dazu, welchen Erlös sich eBay aus dem IPO verspricht, machte der Konzern nicht. 2008 erzielte Skype einen Umsatz von 551 Millionen US-Dollar. Die Goldman Sachs Group wird den Börsengang betreuen. EBay wolle zwar weiterhin Anteile an Skype halten, könnte sich aber auch ganz aus der Beteiligung zurückziehen, hieß es weiter.
"Durch die Trennung von Skype wird eBay sich ausschließlich auf unsere beiden Kernkompetenzen und Wachstumsmotoren E-Commerce- und Onlinezahlungen konzentrieren und den Aktionären langfristige Wertsteigerung bieten" , sagte eBay-Chef Donahoe.