Gigapixelfotos mit handelsüblichen Spiegelreflexkameras
Mit normalen Digitalkameras können mit einer Aufnahme Fotos mit mehreren Megapixeln Auflösung gemacht werden, doch wirklich hohe Auflösungen im Gigapixelbereich liegen nicht im Bereich des Machbaren. Die Plattform Epic 100 ist nun schon das zweite Gerät von GigaPan, mit dem Aufnahmen mit extremen Auflösungen gemacht werden können.
Das Epic 100 kann allerdings größere Kompakt- und Bridgekameras sowie kleine Spiegelreflexkameras aufnehmen, während das Ur-Epic noch auf winzige Kompaktkameras angewiesen war. Im Inneren der Plattform sitzt ein Schrittmotor, der mit Akkus betrieben wird. Ein Display, das beim Epic 100 für Nachtaufnahmen beleuchtet ist, erlaubt die Kamerakontrolle. Zunächst wird der Bereich definiert, den die Kamera fotografieren soll. Mit der Plattform wird die Kamera zum oberen linken und unteren rechten Rand des Ausschnitts geführt, der fotografiert werden soll. Je nach Anforderung werden ein- oder mehrzeilige Kamerafahrten unternommen. Die gesamte Einheit wird auf einem Stativ montiert.
Auf Knopfdruck legt Epic 100 dann los. Über eine Mechanik wird der Auslöser der Kamera viele Dutzend Male gedrückt, bis alle Bilder auf dem Speicherchip liegen. Am heimischen PC oder am Notebook unterwegs werden die Fotos mit einer Spezialsoftware zusammengesetzt. Damit lassen sich die Fotos zu Panoramen zusammensetzen. Für diese Art der Fotografie sind vor allem Landschafts- und Architekturaufnahmen prädestiniert, während bewegte Motive eher ungeeignet sind.
GigaPan Epic 100 kostet zusammen mit der Stitcher-Software rund 450 US-Dollar. Die kleinere Variante ist nach wie vor für 380 US-Dollar erhältlich. Eine Liste(öffnet im neuen Fenster) auf der Herstellerwebsite zeigt für diverse Kamerahersteller und Modelle das passende Epic-Modell.
GigaPan wurde 2008 als Spin-off einer Kooperation der NASA und der Carnegie Mellon Universität gegründet und wird von Google gesponsert.