SandForce-Chip soll SSDs schneller und robuster machen
Das US-amerikanische Start-up SandForce befand sich bislang im sogenannten Stealth-Modus und wagt sich nun mit der Ankündigung seines ersten Chips an die Öffentlichkeit. Dabei handelt es sich um einen SSD-Controller namens SF-1000, der gegenüber herkömmlichen SSD-Controllern zwei wesentliche Vorteile bieten soll.
Kern des SandForce-Chips ist die sogenannte DuraClass-Technik, eine Reihe von Flash-Management-Funktionen, die SSDs schneller und robuster machen sollen. Dazu zählt die Technik DuraWrite, die mit einer Optimierung der Programmzyklen des Flash-Speichers dafür sorgen soll, dass die SSD rund 80-mal mehr Schreibvorgänge verkraften kann. Hinzu kommen eine ECC-Korrektur und eine Technik namens RAIS (Redundant Array of Independent Silicon Elements) – eine Art RAID-Verbund aus Flash-Chips innerhalb einer SSD -, die ebenfalls die Verlässlichkeit der SSD erhöhen sollen.
Der SF-1000 verfügt dabei über ein SATA-Schnittstelle, die 3 GBit/s unterstützt und bis zu 512 GByte NAND-Flash verwalten kann. Er soll laut SandForce bis zu 30.000 IOPS beim Lesen und Schreiben erreichen und so einen Datendurchsatz von 250 MByte/s bei einer Latenz von 100 Mikrosekunden ermöglichen.
SandForce verspricht, dass mit den SF-1000-Chips ausgestattete SSDs im Unternehmensumfeld fünf Jahre ohne Einschränkungen bei der Benutzung verwendet werden können, auch wenn diese mit MLC-Chips bestückt sind.
Angekündigt sind zwei Modelle der Serie SF-1000: der SF-1500 für den Serverbereich mit einer typischen Stromaufnahme von 625 Milliwatt sowie der SD-1200 für Notebook-SSDs, der nur 550 Milliwatt benötigt und mit 5.000 IOPS sowie maximal 200 MByte/s beim Schreiben etwas langsamer ist.
Erste Muster der Chips will SandForce noch im zweiten Quartal 2009 ausliefern und zudem darauf basierende Referenzdesigns anbieten. Noch in diesem Jahr sollen dann auch SSDs verschiedener Hersteller auf Basis des SandForce-Chips auf den Markt kommen. Konkrete Namen nannte das Unternehmen noch nicht.
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