Handygespräche nehmen um zehn Prozent zu
Umgerechnet auf jeden Bundesbürger sind das rund 30,5 Stunden mobiles Telefonieren. Trotz Wirtschaftskrise erwartet der Branchenverband Bitkom auch für 2009 eine Steigerung bei der mobilen Telefonnutzung. Die Zahlen stammen von der Bundesnetzagentur. "Günstige Flatrates und Volumentarife haben seit 2006 zu einer starken, kontinuierlichen Zunahme der Handygespräche geführt" , sagte Bitkom-Präsident Scheer.
Die Summe der aus Mobilfunknetzen abgehenden Gesprächsminuten stieg von 76,4 Milliarden Minuten im Jahr 2007 auf 84 Milliarden im Jahr 2008. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Summe der in Mobilfunknetzen ankommenden Gesprächsminuten von 60,2 auf 66,2 Milliarden. Insgesamt hat sich die Telefonie mit dem Handy in Deutschland zwischen 1999 und 2008 beinahe verfünffacht und seit 2005 fast verdoppelt.
In Deutschland gab es Ende 2008 rund 107 Millionen Handyverträge. Bezogen auf alle Bundesbürger besitzt jeder Bürger zwar 1,3 Anschlüsse, doch berücksichtigt dies keine geschäftlichen Verträge.
Die europäische Statistikbehörde ermittelte, dass die Deutschen trotz des augenscheinlichen Booms bei Handytelefonaten deutlich unter dem europäischen Schnitt liegen, was die ausschließliche Nutzung des Mobiltelefons angeht. Hierzulande nutzten Ende 2007 nur elf Prozent der Haushalte ausschließlich das Handy. In anderen EU-Staaten gab es einen deutlich höheren Anteil an reinen Handyhaushalten. Vor allem in vielen östlichen Mitgliedsstaaten sind mehr Haushalte ausschließlich per Handy erreichbar. In der Tschechischen Republik nutzen 64 Prozent der Haushalte ausnahmslos das Handy. In Finnland sind es 61 Prozent und in Litauen 53 Prozent. Der europäische Durchschnitt liegt bei 24 Prozent.