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Spieletest: Wheelman - mit Vin Diesel durch Barcelona

Mix aus Autorennen und Action für PC und Konsolen. Hupen, drängeln, von der Straße stoßen: Wenn Vin Diesel am Steuer sitzt, spielt die Straßenverkehrsordnung keine Rolle. Im Gegensatz zum aktuellen Kinofilm "The Fast and the Furious" verlässt sich das Muskelpaket in Ubisofts neuem Actionrennspiel Wheelman nicht nur auf zahlreiche PS, sondern greift auch zu schießkräftigen Hilfsmitteln.
/ Thorsten Wiesner
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Milo Burik – so heißt Vin Diesels Alter Ego in Wheelman – ist Geheimagent ohne Skrupel. Und ein Profi am Steuer: Als er nach Barcelona beordert wird, um eine Untergrundorganisationen zu unterwandern, in wilden Verfolgungsjagden durch die katalanischen Straßen zu rasen und wichtige Unterlagen ausfindig zu machen, zögert er keine Sekunde. Warum und für wen genau Burik eigentlich tätig ist, bleibt zwar die meiste Zeit im Dunkeln. Aber eines ist klar: Wheelman ist ein reinrassiges Actionrennspiel, die Story nur schmückendes Beiwerk. Hauptsache, es rumst oft und kräftig!

An wilder Action herrscht tatsächlich kein Mangel: In Missionen muss Burik Botenfahrten übernehmen, Überfälle durchführen, Kontrahenten verfolgen oder der Polizei entkommen. Oftmals läuft das Ganze auf das bekannte GTA-Schema hinaus: zum Zielort fahren, die gesuchten Personen in einem Feuergefecht ausschalten und dann fließend den nächsten Auftrag annehmen. Dank Übersichtskarte, GPS und Navi ist das Erreichen des nächsten Auftrags dabei zumeist nur eine Sache von Sekunden.

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Das Bewegen des Fahrzeugs in die jeweils richtige Richtung – zu Fuß ist Burik nur selten unterwegs – ist allerdings nur die halbe Miete. Amüsant und unterhaltsam wird Wheelman durch die Aktionen, die vom normalen Autofahren abweichen. Das beginnt bei einfachen Remplern nach links oder rechts, wird vor allem aber durch die Fokusattacken interessant, die sich Burik durch spektakuläre Fahrmanöver verdient. Per Tastendruck kann der Spieler dann etwa die Zeit verlangsamen, um Fahrzeuge und Fahrer neben sich gezielt aufs Korn zu nehmen. Wahlweise funktioniert das Ganze auch mit einer 180-Grad-Drehung, um die Verfolger auszuschalten.

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An beweglichen Zielen herrscht meist kein Mangel, oft wird Burik von zahllosen aggressiven Sportwagen, Transportern und Motorrädern geradezu in die Zange genommen. Richtig spektakulär ist die Option, aus seinem eigenen Auto in den daneben fahrenden Wagen zu springen, den Feind vom Steuer zu treten und selbst wieder die Lenkung zu übernehmen; ein unrealistisches, aber unterhaltsames Vergnügen.

Leider patzt Wheelman in puncto Dauermotivation: Die Missionen gleichen sich häufig. Sind ein paar rasante Feuergefechte am Steuer überstanden, nutzen sich auch die Fokusattacken schnell ab. Hinzu kommt, dass Wheelman zwar mit einer offenen Spielwelt protzen will, dabei aber nur begrenzt erfolgreich ist. Barcelona ist zwar gut eingefangen und bietet Kennern der Stadt zahlreiche Orte und Sehenswürdigkeiten, wirkt aber seltsam unbelebt. Auch Passagen zu Fuß unterhalten kaum, da abseits der Hauptmissionen nicht viel zu tun ist. Die Verfolgungsjagden mit der Polizei schaffen da nur begrenzt Abhilfe.

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Die Präsentation wird der Schönheit Barcelonas nicht gerecht: Teils matschige Texturen, unschöne Pop-ups und kleine Ruckler trüben das im Großen und Ganzen durchschnittliche Erscheinungsbild. Auch die Sprachausgabe lässt zu wünschen übrig – knappe Einzeiler passen zu Diesel, eine unmotivierte Stimme nicht.

Wheelman ist für Playstation 3, Xbox 360 und PC erhältlich und kostet 60 (Konsolen) beziehungsweise 50 Euro (PC). PC-Spieler brauchen einen Rechner, dessen Zweikern-CPU unter Windows XP mit 2,0 GHz und unter Vista mit 2,4 GHz getaktet ist, außerdem müssen 2 GByte unter XP und 3 GByte unter Vista vorhanden sein. Als Grafikkarte wird eine Nvidia Geforce 7800 oder eine AMD X1800 XT vorausgesetzt. Auf der Festplatte müssen 15 GByte frei sein. Das Spiel hat von der USK eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten.

Fazit:
Wheelman war ursprünglich als Umsetzung zu einem Film geplant, wurde dann mehrfach verschoben – und hat offensichtlich unter diesen Problemen bei der Entwicklung gelitten. Technische Mängel und ein sich schnell abnutzendes Gameplay trüben merklich den Spielspaß. Gute Ansätze sind zwar vorhanden, aber für mehr als ein paar Runden amüsantes Geballer auf der Straße ist der Titel leider nicht geeignet.


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