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Micron erteilt taiwanischer Superchipfirma eine Absage

Angst vor japanischem Konkurrenten Elpida Memory verhindert Zusammenschluss. Der angeschlagene US-Chiphersteller Micron wird sich nicht an der taiwanischen Superchipfirma Taiwan Memory Co (TMC) beteiligen. Micron fürchtet, patentierte Technik könne an den japanischen Konkurrenten Elpida Memory abfließen.
/ Achim Sawall
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Micron Technology, der größte US-Speicherchiphersteller, wird sich nicht an dem Superkonzern Taiwan Memory Company beteiligen, der aus sechs taiwanischen und ausländischen DRAM-Herstellern zusammengesetzt werden soll.

Das erklärte Fred Fishburn(öffnet im neuen Fenster) , Assistent Vice President bei Inotera, einem Joint Venture zwischen Taiwans Nanya Technology und Micron. "Die größte Sorge sind technologische Verquickungen" , sagte Fishburn. "Wenn wir bei TMC mitmachen, laufen wir Gefahr, Technologie an Elpida zu verlieren.

Der angeschlagene Hersteller Micron hatte kürzlich neue Verluste vermelden müssen – den neunten Quartalsverlust in Folge.

Der unter staatlicher Beteiligung gebildete neue DRAM-Hersteller TMC hatte am 1. April 2009 seine Partnerschaft mit dem japanischen Unternehmen Elpida Memory bekanntgegeben. TMC werde Technologie von Elpida erhalten. Später könne auch eine finanzielle Beteiligung folgen. Micron habe sein Interesse an einer Teilnahme an TMC bekundet, sagte TMC-Aufsichtsratschef John Hsuan. Sechs taiwanische DRAM-Hersteller – Nanya, Inotera, Powerchip Semiconductor, Rexchip Electronics, ProMOS Technologies und Winbond Electronics – sollen in den kommenden Monaten unter dem Dach einer staatlichen Holding verschmelzen. Der Staatsanteil an TMC soll unter 50 Prozent liegen.


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