Abo
  • Services:

Cory Doctorow: Erfolg durch Kopieren

Der Science-Fiction-Autor und Blogger im Gespräch mit Golem.de

Cory Doctorow, Schriftsteller und Blogger, stellt seine Werke kostenlos ins Internet und verkauft trotzdem viele gedruckte Bücher. Im Gespräch mit Golem.de erklärt er, warum Kopieren im Internetzeitalter ein Erfolgsrezept sein kann.

Artikel veröffentlicht am ,

Plattenfirmen, Filmstudios und Verlage mögen verzweifelt gegen illegales Kopieren und den Dateitausch über das Internet vorgehen, Science-Fiction-Autor Cory Doctorow steht dem entspannt gegenüber. Denn anders als die traditionellen Medienunternehmen, die Urheber- und Nutzungsrechte aus der analogen in die digitale Welt retten wollen, hat der kanadische Schriftsteller und Boing-Boing-Blogger einen zeitgemäßeren Weg gefunden, das Internet zu nutzen. Golem.de sprach mit Doctorow am Rande der re:publica 2009 in Berlin.

 

Inhalt:
  1. Cory Doctorow: Erfolg durch Kopieren
  2. Cory Doctorow: Erfolg durch Kopieren
  3. Cory Doctorow: Erfolg durch Kopieren

Doctorows Rezept für den Umgang mit dem Internetzeitalter lautet: Statt eifersüchtig Rechte zu hüten und das Kopieren seiner Werke zu verbieten, stellt er seine Bücher unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC) kostenlos im Internet zur Verfügung. Mit Erfolg: "Die meisten betrachten meine elektronischen Bücher als Lockmittel, nicht als Ersatz für die gedruckten." Wenn mehr Leser seine Bücher kaufen als sie kostenlos herunterzuladen, macht er Gewinn.

Erfolg durch Loslassen

Diese Rechnung geht auf, erzählt der Autor. Die Nutzer kämen auf seine Website, lüden die Bücher herunter - und kauften sie im Laden. Mehr noch: "Ich bekomme Fanpost aus aller Welt. Meine Bücher sind kommerziell in elf Sprachen erhältlich und nicht kommerziell noch in einigen weiteren, weil die Creative-Commons-Lizenzen es den Fans ermöglichen, die Bücher zu übersetzen", stellt Doctorow zufrieden fest. "Tatsächlich verkaufen sich meine Bücher besser als es der Verlag erwartet hat." Gute Nachrichten nicht nur für ihn: Mit einem ähnlichen Modell hat auch der brasilianische Bestsellerautor Paulo Coelho den Verkauf seiner Bücher ankurbeln können.

Anders als man vermuten könnte, war es nicht schwer, den Verlag Tor Books davon zu überzeugen, dieses Modell auszuprobieren. Tor Books gehört wie Golem.de zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Intern wurde im Verlag viel darüber diskutiert, wie Leser elektronische Bücher nutzen. Deshalb sei der Lektor, "ein Geek", bereit gewesen, sich auf Doctorows Forderung einzulassen. Er wagte das Experiment - auch um Marktforschung zu betreiben.

Cory Doctorow: Erfolg durch Kopieren 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (-88%) 2,49€
  2. (-77%) 11,49€
  3. 111€
  4. 55,11€ (Bestpreis!)

Gimbar 13. Okt 2009

Meines Wissens haben Radiohead bei ihrem kostenlos angebotenen Album recht gut Gewinn...

redwolf_ 12. Apr 2009

kwt. Ja, nee is klar!

redwolf_ 12. Apr 2009

... im Übrigen ist Zeitgeist auch dafür bekannt sehr populistisch zu sein. Natürlich wird...

spanther 10. Apr 2009

Genau! :-)

Astrid 10. Apr 2009

ja SF ist sehr rar geworden!


Folgen Sie uns
       


Red Dead Redemption in 4K - Grafikvergleich

Wir haben Red Dead Redemption in 4K auf der Xbox One X angespielt und zeigen unseren Grafikvergleich mit der Originalfassung.

Red Dead Redemption in 4K - Grafikvergleich Video aufrufen
Thermalright ARO-M14 ausprobiert: Der den Ryzen kühlt
Thermalright ARO-M14 ausprobiert
Der den Ryzen kühlt

Mit dem ARO-M14 bringt Thermalright eine Ryzen-Version des populären HR-02 Macho Rev B. Der in zwei Farben erhältliche CPU-Kühler leistet viel und ist leise, zudem hat Thermalright die Montage etwas verbessert.
Ein Hands on von Marc Sauter


    Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
    Datenverkauf bei Kommunen
    Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

    Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
    Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

    1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
    2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
    3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

    BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
    BeA
    Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

    Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
    Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

    1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
    2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
    3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

      •  /