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IDF: Atom mit 2 GHz, Smartphone mit Windows XP

Zwei neue Modelle, auch für MIDs und Telefone. Auf dem Intel Developer Forum (IDF) in Peking hat der Chiphersteller zwei neue Modelle des Atom-Prozessors vorgestellt. Auch die nächste Atom-Generation "Moorestown" zeigte Intel, zudem auch ein Smartphone mit Windows XP, das noch auf den aktuellen CPUs basiert.
/ Nico Ernst
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Das bisher halbjährlich stattfindende große IDF hat Intel wegen der Chipkrise stark gekürzt, eine mehrtägige Veranstaltung findet 2009 nur im Herbst in San Francisco statt. So stellte Intel-Vize Anand Chandrasekher nun in Peking vor vorwiegend asiatischen Gästen neue Produkte und Technologien rund um den Atom-Prozessor vor.

Dessen gegenwärtige Architektur mit 45-Nanometer-Strukturen heißt " Menlow ", darauf basieren auch die in Netbooks allgegenwärtigen Prozessoren wie der N270 mit 1,6 GHz. Daneben gibt es aber auch die noch sparsamere Z-Serie , die nun um zwei Modelle erweitert wurde. Der Atom Z550 erreicht 2 GHz und soll dabei weniger als 3 Watt aufnehmen. Im Ruhezustand sollen es sogar nur 100 Milliwatt sein.

Als Ersatz für bestehende Designs von portablen Geräten, vor allem MIDs, ist der Z515 mit 1,2 GHz gedacht, der es im Idle-Modus auf nur 80 Milliwatt bringt. Die TDP unter Last nannte Chandrasekher noch nicht. Die bisherige Z-Serie braucht jedoch beim Z510 mit 1,1 GHz 2 Watt, so dass der Z515 sich in diesem Rahmen bewegen dürfte.

Die neue CPU beherrscht fürs Energiesparen eine neue Funktion namens "Burst Performance Technology", die Intel aber noch nicht genauer erläuterte. Chandrasekher sagte nur, der Prozessor könne auch mit 1,2 GHz laufen, wenn eine Anwendung mehr Rechenleistung benötige. Inwiefern sich das von den bisher schon existierenden Speedstep-Modi unterscheidet, muss sich erst noch zeigen.

Erst die nächste Generation der Atom-Architektur namens " Moorestown " mit integriertem Speichercontroller und Grafik, also als SoC, sieht Intel für MIDs und Smartphones vor. Die CPU heißt "Lincroft", der Zusatzschip für I/O und Funk "Langwell". Chandrasekher zeigte ein Prototypensystem damit, das laut Messgerät das schon früher versprochene Zehntel der Leistungsaufnahme im Idle-Modus erreichte. Ausgehend von den aktuellen Atoms dürfte ein Moorestown-Chip dann nur noch rund 10 Milliwatt aufnehmen.

Dass manche Hersteller nicht bis 2010 warten wollen, wenn Moorestown-Chips auf den Markt kommen sollen, zeigte Intels Chef der Mobilabteilung mit einem noch recht klobig wirkenden Smartphone-Prototypen des chinesischen Herstellers BYD(öffnet im neuen Fenster) . Unter dem Codenamen "Mars" wird das Gerät derzeit entwickelt, es arbeitet mit Menlow-Chips. Damit kann es Windows XP ausführen. Das Handy ist wie Nokias Communicator-Serie mit zwei Displays ausgestattet und lässt sich aufklappen.

Auf einem anderen MID führte Chandrasekher vor, dass sich zumindest ältere Spiele auf Westentaschen-PCs nutzen lassen. Das MID von OQO führte dabei das in Deutschland indizierte Quake III mit 20 Bildern pro Sekunde aus.


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