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Marktlücke: Günstiges Subnotebook mit AMDs Neo-Prozessor

HP startet neue Geräteklasse. Mit der Serie Pavilion dv2-1000 will HP die Nische zwischen Netbooks und größeren Einsteigernotebooks besetzen. Um den Preis von knapp 600 Euro zu erreichen, ist die Ausstattung jedoch wie bei Netbooks abgespeckt. AMDs Plattform "Yukon" kommt dabei erstmals zum Einsatz.
/ Nico Ernst
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Seit wenigen Tagen sind drei Modelle des 12-Zoll-Notebooks dv2-1000(öffnet im neuen Fenster) verfügbar, neben HPs eigenem Onlineshop bieten auch andere Händler die Geräte inzwischen an. Die neue Serie soll die Lücke schließen, welche die Hardwareindustrie zwischen Netbooks und Standardnotebooks ausgemacht hat.

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Während die populären Kleinstrechner – die AMD wegen des Markenstreits mit Psion in seinen Präsentationen "Mininotebooks" nennt – mit vernünftigen Ausstattungen zwischen 300 und 400 Euro kosten, sind auch Mobilrechner mit 15,4-Zoll-Display inzwischen ab 400 Euro zu haben. Zu beachten ist dabei aber stets die Ausstattung, bei den billigsten Angeboten sind nur Single-Core-CPUs verbaut und auch Windows gehört nicht immer zum Lieferumfang.

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Deutlich unter 1.000 Euro sollen die neuen Subnotebooks, oder "Ultraportables", kosten und dabei eine bessere Ausstattung als Netbooks bieten. Dabei sollen sie stets unter 2 Kilogramm wiegen. In dieser Gewichtsklasse gibt es bisher kaum Rechner zu diesem Preis. Das günstigste HP-Modell, dv2-1001eg, kostet ohne optisches Laufwerk und mit Chipsatzgrafik sogar nur 599 Euro. Auch Intel hatte diese Lücke im Notebookmarkt während der Cebit 2009 bereits ausgemacht und plant neue Prozessoren von 5 bis 10 Watt dafür, die aber noch nicht vorgestellt wurden.

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AMD hatte seine neue CPU "Neo" bereits zur CES im Januar 2009 angekündigt. Den technischen Daten nach(öffnet im neuen Fenster) ist sie von den Embedded-Produkten abgeleitet: Ein einzelner K8-Kern in 65-Nanometer-Technik mit 1,6 GHz hat Zugriff auf 512 KByte L2-Cache. Diese Eckdaten hat auch der Athlon 64 2600(öffnet im neuen Fenster) für Embedded-Anwendungen. Die für Subnotebooks hoch erscheinende TDP von 15 Watt relativiert sich, da der Speichercontroller schon in der CPU steckt. Neben den 2,5 Watt eines Atom N270, der in den meisten Netbooks steckt, benötigt der Netbook-Chipsatz 945GSE laut Intels Datenblatt(öffnet im neuen Fenster) zusammen mit dem Atom 11,8 Watt.

Wie sein Embedded-Kollege steckt auch der Neo, den es nur als Modell MV-40(öffnet im neuen Fenster) mit den genannten Daten gibt, in einem BGA-Gehäuse ohne Pins, er wird also direkt auf das Mainboard eines Notebooks gelötet. Solche "Small Form Factor"-Prozessoren (SFF) hat Intel auch schon im Programm, als Erster durfte sie Intel im Macbook Air verbauen.

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Unabhängige Benchmarks zum Neo liegen noch nicht vor, AMDs Messungen zufolge ist er aber deutlich schneller als ein Atom N270. Beim Konvertieren von WAV-Dateien nach AAC mittels iTunes soll der Neo MV-40 zweieinhalbmal schneller sein, mit dem Windows Movie Maker immerhin noch knapp die Hälfte fixer. Dabei wurden JPEG-Bilder in einen HD-Film verpackt.

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Die zwei Kerne eines Core 2 Duo sind beim letztgenannten Test aber nochmals 50 Prozent schneller, AMD verwendete dafür das Ideapad U110 von Lenovo mit einem Core 2 Duo L7500 bei 1,6 GHz. Damit würden sich die Neo-Notebooks wie geplant in der Leistung genau zwischen Netbooks und Standardnotebooks positionieren.

Zusammen mit einem Radeon-Chipsatz mit integrierter Grafik oder einem diskreten Grafikmodul heißt AMDs Plattform für diese Geräteklasse "Yukon". HP nutzt diese Möglichkeiten aus und bietet gleich drei Konfigurationen an. Neben dem Einsteigermodell dv2-1001eg für 599 Euro mit Chipsatzgrafik (X1250) gibt es für 699 Euro auch eine Version dv2-1050eg mit dem Grafikmodul Radeon HD 3410. Das ist zwar mit modernen Spielen auch überfordert, aber das Notebook besitzt im Gegensatz zum kleineren Modell auch einen HDMI-Port sowie eine 320-GByte-Festplatte und einen 6-Zellen Akku. Die Sparvariante verfügt nur über einen 4-Zellen-Akku und eine Festplatte von 160 GByte. Zudem wird nur Vista Home Basic mitgeliefert, bei den anderen Versionen ist es Vista Home Premium.

Als Modell dv2-1070eg gibt es schließlich eine 500-GByte-Festplatte und einen externen DVD-Brenner. Mit diesen Zugaben kostet das Notebook aber schon 799 Euro, wofür auch schon gut ausgestattete Standardnotebooks zu haben sind – aber eben nicht so leichte, denn alle Modelle sollen laut HP nur 1,7 Kilo wiegen. Zudem sind sie mit 2,37 bis 3,27 Zentimetern recht flach, die dickste Stelle ist der hinten angebrachte Akku. Die Grundfläche misst 29,2 mal 24 Zentimeter.

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Bei allen drei Modellen ist der Rest der Ausstattung sonst gleich: Das Display hat eine Diagonale von 12,1 Zoll, 1.280 x 800 Pixel und ist mit LEDs beleuchtet. Drei USB-2.0-Ports gibt es ebenso wie VGA und Audio, nur die Versionen mit diskretem Grafikmodul bringen HDMI mit. Gespart wurde bei den Netzwerkschnittstellen: Fast-Ethernet (100 MBits/s) und WLAN nach 802.11b/g sind nicht auf der Höhe der Zeit, dafür ist aber noch Bluetooth 2.0 vorhanden. Der DDR2-Speicher ist in allen Konfigurationen 2 GByte groß, es gibt aber nur einen Steckplatz dafür, so dass beim Aufrüsten das mitgelieferte Modul weichen muss.

Das Gehäuse des Notebooks ist aus Magnesium gefertigt und in weißer oder schwarzer Farbe erhältlich. Angaben zur Akkulaufzeit machte HP noch nicht.


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