EU-Kommission will Open Access fördern

EU-Expertengruppe zu digitalen Bibliotheken eingesetzt

Der EU-Kommission geht der Ausbau digitaler Bibliotheken in Europa nicht schnell genug voran. Eine hochrangige Expertengruppe soll die Kommission nun beraten, "wie den organisatorischen, rechtlichen und technischen Herausforderungen auf europäischer Ebene am besten begegnet werden kann".

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

Im Rahmen ihrer i2010-Strategie hatte die EU-Kommission 2005 unter anderem beschlossen, Europas kulturelles Erbe zu digitalisieren und für alle Bürger online zugänglich zu machen. Wirklich vorzeigbare Ergebnisse sind allerdings bis heute kaum produziert worden.

Inhalt:
  1. EU-Kommission will Open Access fördern
  2. EU-Kommission will Open Access fördern

Die Europäische Digitale Bibliothek Europeana hat Ende 2008 erst einmal einen Fehlstart hingelegt. Nicht nur dass die Server unter der Last der Anfragen zusammenbrachen, auch die Ausstattung mit Inhalten war kaum mehr als mangelhaft. Seitdem verharrt die Europeana in einem dauerhaften Demozustand und präsentiert vollmundige Ankündigungen, was sie leisten will, wenn sie denn einmal fertig sein wird. Wann das Versprechen eingelöst wird, bleibt allerdings offen.

Die EU-Kommission will mehr Fortschritt sehen. Aus diesem Grunde hat sie das Ende 2008 ausgelaufene Mandat der Hochrangigen Expertengruppe zu Digitalen Bibliotheken um ein Jahr verlängert. Die vom Generaldirektor Binnenmarkt persönlich zu ernennenden Mitglieder der Expertengruppe sollen die Kommission in "Fragen des Urheberrechts und der Bewahrung im Zusammenhang mit digitalen Bibliotheken sowie den Zugang zu wissenschaftlichen Informationen" beraten.

Freier Zugang zu wissenschaftlichen Informationen

Insbesondere geht es der EU-Kommission um Schrankenbestimmungen im Urheberrecht, um einen verbesserten Onlinezugriff auf urheberrechtlich geschützte Inhalte auf freiwilliger Basis, um nutzergenerierte Inhalte und um Verbesserungen beim "freie[n] Zugang zu wissenschaftlichen Informationen sowie [...] zu Forschungsdaten". Darüber hinaus sollen die Experten den Umgang mit verwaisten und vergriffenen Werken überwachen.

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Die Berufung der Expertengruppe fällt in eine Zeit, in der in den USA und Europa heftig über den richtigen Umgang mit wissenschaftlichen Publikationen und urheberrechtlich geschützten Büchern gestritten wird. Google Books heißt das Gespenst, das das Publikationswesen fürchtet. Die in den USA erzielte Vereinbarung zwischen dem Suchmaschinengiganten Google und dem Autorenverband Authors Guild weckt vielerorts Befürchtungen vor einem künftigen Google-Monopol für digitale Publikationen.

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