Six Days in Fallujah: CIA-Firma produziert Irak-Kriegsspiel

Actionspiel will sechs Tage einer Schlacht aus dem Irak-Krieg nachinszenieren

Mit Konami als Publisher entwickelt Atomic Games ein Actionspiel auf Basis einer Schlacht, die im Rahmen des Irak-Krieges stattgefunden hat. Pikant: Ein Investor des Entwicklerstudios ist der amerikanische Geheimdienst CIA.

Artikel veröffentlicht am ,

Six Days in Fallujah
Six Days in Fallujah
Das amerikanische Entwicklerstudio Atomic Games schreibt auf seiner Webseite, dass Firmenanteile einer Beteiligungsgesellschaft namens In-Q-Tel gehören, die ihre finanzielle Grundausstattung vom US-Auslandsnachrichtendienst CIA bekommen hat. Mit diesem Geld - und der Unterstützung von Publisher Konami - produziert Atomic derzeit Six Days in Fallujah für Windows-PC, Mac, Xbox 360 und Playstation 3. Das Actionspiel verwendet als Szenario eine Schlacht, die im Rahmen des Irak-Feldzugs der amerikanischen Streitkräfte tatsächlich stattgefunden hat: die zweite Schlacht um die Stadt Fallujah, bei der vom 7. November bis 23. Dezember 2004 laut Wikipedia.org nach US-Schätzungen rund 1.500 Menschen ums Leben kamen.

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Six Days in Fallujah
Six Days in Fallujah
In Six Days in Fallujah soll der Spieler aus der Schulterperspektive amerikanische Soldaten steuern; laut einer Meldung des Wall Street Journal ist die Entscheidung, ob Spieler auch als irakische Soldaten gegen die US-Marines antreten können, noch nicht gefallen. Die Missionen spielen in einer Zeitspanne von sechs Tagen und basieren größtenteils auf dem, was die Entwickler im Gespräch mit beteiligten Soldaten über die damaligen Geschehnisse erfahren haben. Einer der Befragten habe etwa ein Tagebuch geführt und dort die genaue Zeit notiert, zu der er beispielsweise eine Leuchtgranate abgeschossen habe - diese Daten sollen akkurat ins Spiel transferiert werden.

Six Days in Fallujah
Six Days in Fallujah
Atomic hat für Six Days in Fallujah eine neue Engine entwickelt, bei der insbesondere die weitgehende Zerstörbarkeit der Umgebung wichtig ist. Das hat damit zu tun, dass auch im Spiel die tatsächlich verwendeten Taktiken der US-Soldaten verwendet werden. In der Realität war es wohl so, dass Gebäude mit Feinden nicht wie im typischen Ego-Shooter gestürmt wurden, sondern dass sie mit einem Luftangriff zerstört wurden oder indem ein Bulldozer darüber fuhr.

Auch moralische Entscheidungen sollen eine gewisse Rolle in Six Days in Fallujah spielen. Falls sich der Spieler etwa in einer frühen Sequenz entscheidet, einen anscheinend unbewaffneten Feind zu töten, soll das Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der "sechs Tage" haben; welche genau, ist nicht bekannt.

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Laut dem Bericht des Wall Street Journal arbeitet Atomic neben der für die Öffentlichkeit bestimmten Version des Spiels auch an einer Version, die zum Training für Soldaten verwendet werden kann. Das Unternehmen hat nach eigenen Aussagen bereits früher entsprechende Simulationssoftware für "führende militärische und nachrichtendienstliche Organisationen" entwickelt.

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Capdevila 16. Apr 2009

Kommt halt nur drauf an, wie man's definiert, nicht wahr? ^^

Flo Ronne 14. Apr 2009

Also, wer keine Ahnung sollte sich mal raushalten. Eigentlich können wir nicht über das...

boingmaster 14. Apr 2009

ich finds gut.. damit produziert man bestimmt noch mehr Attentäter...



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