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Mozilla plant Firefox.next

Firefox 3.6 alias Namoroka soll schneller werden. Schneller und persönlicher, an Aufgaben orientiert und eine bessere Plattform für Webapplikationen soll der Nachfolger von Firefox 3.5 werden. Das Projekt führt Mozilla unter der Bezeichnung " Firefox.next ".
/ Jens Ihlenfeld
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Im Rahmen des Projekts Firefox.next beginnen die Arbeiten an der übernächsten Version von Firefox, dem Nachfolger von Firefox 3.5 alias Shiretoko. Die wird zunächst unter der Versionsnummer 3.6 und dem Projektnamen "Namoroka" geführt. Bei dieser Versionsnummer muss es aber nicht bleiben, weshalb das Projekt bei Mozilla auch unter dem Namen Firefox.next geführt wird.

Bei der Entwicklung stehen fünf Ziele im Vordergrund: Geschwindigkeit, Anpassbarkeit, eine aufgabenbasierte Navigation, bessere Unterstützung von Webapplikationen sowie engere Verzahnung mit dem Betriebssystem.

So soll Firefox.next für den Nutzer spürbar schneller werden. Das umfasst den Start der Browsers, das Öffnen eines neuen Tabs und die Reaktionszeit bei Interaktionen mit dem User-Interface. Typische Aufgaben sollen sich schneller anfühlen, formulieren die Entwickler ihre Zielsetzung.

Die Entwicklung, Entdeckung, Installation und Verwaltung von Browseranpassungen sowie funktionaler Erweiterungen soll einfacher werden. Wo immer möglich, soll Mozilla von sich aus die passenden Vorschläge machen, basierend auf dem früheren Verhalten des Nutzers. Einfache Themes und Erweiterungen sollen sich künftig ohne Neustart des Browsers installieren lassen und es ist ein persönliches Portal unter "about:me" geplant.

Zudem soll der Browser es Nutzern erlauben, ihre Tabs, History, heruntergeladenen Dateien und andere Ressourcen nach Aufgaben zu organisieren. Der Browser soll es erlauben, typische Handlungen, die Nutzer im Web erledigen, im Mashup-Stil abzuwickeln, ohne dass diese dazu eine Website besuchen müssen. Konkreter ist das im Projekt Taskfox umrissen, das auf Erfahrungen aus Ubiquity zurückgreift. Geplant ist unter anderem eine Navigation nach Tag, Datum oder Metadaten der Quelle, die Möglichkeit, nach einem Tab zu suchen sowie Tabs und Gruppen von Tabs abzuspeichern und wiederherzustellen. Der Downloadmanager soll typische Funktionen einer Dateiverwaltung wie Löschen und Verschieben unterstützen.

Die Grenze zwischen Web- und Desktopapplikationen soll Firefox.next zunehmend verschwimmen lassen. Bei der Nutzung von Webapplikationen soll es kaum mehr eine Rolle spielen, ob ein Nutzer online oder offline arbeitet. Das User-Interface soll das Senden von Dateien an Websites besser unterstützen und Webseiten als Webapplikation gespeichert werden können, wobei auf die Arbeiten des Prism -Projekts zurückgegriffen wird.

Dabei soll sich der Browser auch stärker in das Look and Feel des verwendeten Betriebssystems einpassen und vom Betriebssystem zur Verfügung gestellte Dienste nutzen. Geplant ist ein neues Standard-Theme für Windows, das Aero Glass nutzt sowie die Unterstützung von Aero Peek und Windows 7. Unter MacOS X ist die Integration der Wörterbücher und des Schlüsselbunds sowie die Unterstützung von Apple-Script geplant.

Als Rendering-Engine wird Namoroka Gecko 1.9.2 verwendet. Zudem soll die Mozilla-Plattform Animationen im User-Interface via XUL unterstützen. Um die Geschwindigkeit des Browsers zu verbessern, sind vor allem Verbesserungen an den Cache-Mechanismen geplant, darunter ein Vorab-Caching von Netzwerkressourcen, um schneller auf das Anklicken eines Links reagieren zu können.

Firefox.next alias Namoroka soll Anfang bis Mitte 2010 fertig werden. Geplant ist eine zweimonatige Prototypenphase, in der einige Alphaversionen entstehen sollen. In dieser Phase soll vor allem geklärt werden, welche der geplanten Neuerungen wirklich in Namoroka umgesetzt werden.

An diese erste Phase wird sich laut Plan eine fünfmonatige Produktentwicklungsphase anschließen, in der unter anderem größere Änderungen am User-Interface vorgenommen werden. Hier plant Mozilla die Veröffentlichung monatlicher Alphaversionen sowie zum Abschluss die Veröffentlichung einer Betaversion. Daran anschließen soll sich eine Phase von drei Monaten, um Namoroka für die Veröffentlichung aufzubereiten, begleitet von Betaversionen, die alle vier bis sechs Wochen veröffentlicht werden.

Die Details zum Firefox.next(öffnet im neuen Fenster) sind im Mozilla-Wiki zusammengefasst.


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