Test: Dell Latitude XT2 - 12-Zoll-Tablet-PC mit Multitouch

Software

Dell Control Point Software
Dell Control Point Software
Die integrierte Software von Dell für die Einstellungen ist unübersichtlich. Statt alle Kontrollen in ein Fenster zu stecken, sind Energieeinstellungen, Tablet-Einstellungen und dergleichen über ein halbes Dutzend Fenster verteilt. Dazu kommen die Notebookeinstellungen von Windows, die Tablet-PC-Einstellungen, die ebenfalls nicht gebündelt sind. Und der Erfinder der DuoSense-Technik N-Trig hat natürlich auch seine eigenen Einstellungsdialoge. Das verwirrt vor allem Nutzer, die noch nie einen Tablet-PC in der Hand hatten und führt auch bei längerer Nutzung häufig zu Stirnrunzeln.

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Was dem Tablet-PC fehlt, sind in jedem Falle Anwendungen. Microsofts OneNote gehört zu den wenigen Programmen mit direkter Tablet-PC-Unterstützung. Das kostenlose Paint.NET ist ebenfalls ein gutes Programm, das auch starkes und sanftes Drücken beim Schreiben erkennt. Für die Demonstration von Multitouch eignet sich Google Earth am besten. Ein Aha-Erlebnis ist zumindest für diejenigen garantiert, die noch kein iPhone gesehen haben.

Auch einige normale Anwendungen profitieren von Touchfunktionen. Das Windows Media Center lässt sich beispielsweise sehr gut bedienen. Leider hat das Media Center einen Fehler: Beim Drehen des Bildschirms stürzt es ab. Microsoft hat diesen Fehler in der Beta von Windows 7 bereits behoben.

Benchmarks

Latitude XT2
Latitude XT2
Im Tablet sitzt eine SU9400 ULV-CPU (1,4 GHz, 3 MByte L2 Cache, FSB800). Dementsprechend sollte der Anwender keine größeren Rechenaufgaben, wie etwa Videoencoding, durchführen. Für normale Arbeiten ist die CPU mehr als ausreichend. Dank der zwei Kerne blockieren Aufgaben auch nicht zu schnell, trotz der geringen Taktrate von nur 1,4 GHz. Größere und schwerere Laptops haben deutlich schnellere CPUs eingebaut.

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Verglichen mit einer Vorgänger-CPU U7600 (1,2 GHz, 2 MByte L2 Cache, FSB533), wie sie auch im Latitude XT der ersten Generation verbaut wurde, ist ein Anstieg der Werte um etwa 25 Prozent im Cinebench zu sehen, obwohl der Takt nur um 16,5 Prozent gestiegen ist. Der neue Penryn-Kern mit dem größeren Cache und schnellerem FSB zeigt hier seine Vorteile. Allerdings wurde der Core 2 Duo U7600 an einem HP Compaq 2710p vermessen.

Verglichen mit einer schwächeren CPU, etwa Intels Atom-CPU, zeigt sich, wie schnell eine ULV-CPU sein kann. Zwischen einem 1,6 GHz Atom und Core 2 Duo mit 1,4 GHz liegen Welten. Im Cinebench erreicht die ULV-CPU 1.565 Punkte, ein Atom N270 erreicht in der Regel um die 500 Punkte. Im Multicore-Betrieb sind die Werte noch deutlicher. Der Core 2 Duo erreicht 2.834 Punkte, der Atom-Prozessor mit Hyperthreading nur etwas mehr als 800 Punkte.

Gegenüber einem Desktopprozessor, wie etwa dem Quadcore-Prozessor Core i7 965 (fast 16.000 Punkte), sieht der Mobilprozessor natürlich nicht besonders gut aus. In der Praxis ist die Leistung einer ULV-CPU aber ausreichend. 720p-Filme, Surfen im Netz, auch mit Flash-Inhalten, Schreibarbeiten und Bildbearbeitungen, die unterwegs anfallen, erledigt das XT2 ohne Probleme.

SSD des Latitude XT2
SSD des Latitude XT2
In einigen Situationen ist das Tablet herkömmlichen Notebooks sogar überlegen. Etwa wenn die 64-GByte-SSD (Samsung RBX PS10) ins Spiel kommt. Bei Installationsarbeiten war der Datenspeicher dank sehr niedriger Zugriffszeiten deutlich schneller als viele Desktopfestplatten. Beim Datentransfer bewegt sich die SSD eher auf dem Niveau von 2,5-Zoll-Festplatten. Im Durchschnitt können Daten von der SSD mit 71 MByte/s ausgelesen werden. Im Vergleich zu Intels SSDs ist das zwar mäßig, aber für den 1,8-Zoll-Formfaktor sind es Traumwerte. Toshiba gibt für sein MK1617GSG-Modell (1,8 Zoll, 5.400 U/min, SATA) Datentransferraten von bis zu 71 MByte/s an. Diese Werte erreicht eine Festplatte allerdings nicht über den gesamten Speicher.

Den Aufpreis von etwa 250 Euro für die SSD ist das Latitude XT2 durchaus wert. Allerdings gibt Dell nicht an, welche SSD verbaut wird. Beim Vorgänger waren einige Geräte mit einer SanDisk-SSD und andere mit einer Samsung-SSD ausgestattet, die sich in der Leistung minimal unterschieden.

Dass ein Tablet-PC nicht zum Spielen gedacht ist, dürfte klar sein. Dementsprechend fielen die einzelnen Benchmarks aus: World in Conflict war in der nativen Auflösung mit drei Bildern pro Sekunde (mittlere Einstellungen, 1.280 x 800) im Durchschnitt nicht spielbar. Selbst das Senken der Bildqualität auf die unterste Voreinstellung hob das XT2 nur auf 13 Bilder pro Sekunde. Mit deutlichen Einbrüchen in den mittleren einstelligen FPS-Bereich ist das kaum ein spielbares Niveau. Dass die Grafikleistung der Intel-Lösung auch bei Anwendungen unzureichend ist, zeigte sich in der Praxis bei Google Earth, das viel zu sehr ruckelte. Im OpenGL-Test des Cinebench R10 erreicht das XT2 671 Punkte. Es gibt zwar schnellere Chipsatzgrafik, allerdings verbaut kein Anbieter diese in Business-Tablet-PCs.

Wenn überhaupt, dann lassen sich nur sehr alte Spiele spielen. Warcraft III macht sogar im Tablet-Modus Spaß. Mit dem Stift kann der Spieler viel schneller reagieren als mit einer Maus, allerdings fehlen dann natürlich die Tasten, insbesondere die für Gruppierungen von Einheiten. Abgesehen davon gibt beim Spielen der Arm nach ein paar Wettkämpfen auf.

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EpicLPer 08. Jan 2014

... wenn man ein altes Notebook in der Firma in die Hand gedrückt bekommt zum neu...

seh 23. Mai 2009

..stimmt... ein Janz Dummer musst Du schon sein, wenn Dir nix...

Dr.Proton 25. Apr 2009

Jo, das mit dem Akku ist blöd... Also muss halt ein zweiter dabei. Dof, wenn man gerade...

Dr.Proton 25. Apr 2009

Bei DELL meistens einfach nur eine durchschleife. da der HD4500 Grakachipsatz aber DVI...

Dr.Proton 25. Apr 2009

Moin, das interessier tmich auch brennend!



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