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Neuer Standard für stromsparendes RAM in Handys

LPDDR2 ist JEDEC-Standard für mobile Geräte

Das Speichergremium JEDEC hat die Spezifikation für "Low-Power DDR-2" verabschiedet. Neben geringerer Spannung wird damit auch ein gemeinsamer Bus für Hauptspeicher und Flash definiert, was Mobilgeräte wie Handys weiter verbilligen könnte.

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Bisher herrscht bei den Bauformen und Spannungen für den Speicher in mobilen Geräten ein rechter Wildwuchs. Das führt dazu, dass für jedes Design neue Tests durchgeführt werden müssen. Als RAM ist bei vielen Geräten zudem noch Single-Data-Rate-DRAM (SDR SDRAM) im Einsatz, da die Spannung des bereits spezifizierten LPDDR vielen Herstellern mit 1,8 Volt noch zu hoch ist.

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Ab 1,2 Volt soll nun LPDDR2 arbeiten, auch eine Version mit 1,8 Volt ist aus Kompatibilitätsgründen vorgesehen. Zudem können einzelne Bereiche eines Speicherchips ganz abgeschaltet werden. Einzelne Teile eines Speicherchips, zum Beispiel eine Bank, kann sich zudem selbst mit dem Refresh-Impuls versorgen, den dynamischer Speicher braucht, um die Daten zu halten. Der Speichercontroller kann dabei jedoch Strom sparen, da er diesen Teil des Speichers nicht mehr einzeln refreshen muss.

Erstmals ist mit LPDDR2 ein JEDEC-Standard nicht mehr nur für einen Speichertyp vorgesehen: Mit den neuen Schaltungsvorschriften kann DRAM und Flash-Speicher angebunden werden. Das klappt auch über einen gemeinsamen Bus, was den Schaltungsaufwand bei den Geräten reduziert. Dadurch könnten auch die Platinen kleiner und billiger werden.

Die Taktfrequenzen für LPDDR2 können zwischen 100 und 533 MHz betragen, die Datenrate verdoppelt sich jeweils durch das DDR-Verfahren. Der Bus selbst kann acht, 16 oder 64 effektive Datenleitungen umfassen.

Mit Elpida, Micron, Numonyx und Spansion haben zahlreiche Speicherhersteller an dem neuen Standard mitgearbeitet, aber auch die Hersteller von Logikbausteinen wie Texas Instruments und Nokia. Nokia-Vize Kari Kulojärvi sieht nach einer Mitteilung der JEDEC sogar voraus, dass LPDDR2 eine Vielzahl von bisherigen Speicherformen wie LPDDR1 und das in Handys oft zu findende NOR-Flash mit Multiplexern ablösen könnte. Die begrenzte Zahl der Datenleitungen dieser Multiplexer - die Platinenfläche einsparen - ist im Übrigen der Grund, warum viele mobile Geräte auch Speicherkarten nur bis zu einer bestimmten Größe erkennen.

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Jezebu 05. Apr 2009

Wo doch die GUI vieler Geräte entweder direkt 3D verwendet oder die 3D-Chips zur 2D...


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