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Die Jagd auf Betreiber von BitTorrent-Trackern geht weiter

In Niedersachsen gab es am 18. März 2009 Durchsuchungen in drei Privatwohnungen in Lüneburg, Braunschweig und Wolfenbüttel. Drei Männer und eine Frau sollen gemeinsam einen Tracker betrieben und Nutzern gegen Zahlung von bis zu 75 Euro Downloadkontingente gewährt haben. Ab einem Betrag von 100 Euro vergaben die Trackerbetreiber verschiedene Nutzungsprivilegien. Zum Zeitpunkt des Strafantrags, im Juni 2008, sollen über den Tracker rund 300 verschiedene Schwarzkopien zum Download zur Verfügung gestanden haben. Die Beamten beschlagnahmten 7 Rechner, mehrere Festplatten und schriftliche Unterlagen in den drei Wohnungen. Mehrere gebrannte DVDs und CDs mit aktuellen Kinofilmen, Spielen und Anwendungen wurden zudem in Wolfenbüttel und Braunschweig sichergestellt.

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Bereits am 10. Februar 2009 war von der Bezirkskriminalinspektion Flensburg die Wohnung eines 28-jährigen Mannes auf der Nordseeinsel Föhr durchsucht worden - wegen des Verdachts auf gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzungen. Die GVU hatte nach ihren eigenen Ermittlungen im April 2008 einen Strafantrag gegen den damals noch unbekannten Tracker-Betreiber gestellt. Der Beschuldigte soll einen gewerblichen BitTorrent-Tracker betrieben haben, dessen rund 3.000 angemeldete Mitglieder rund 2.400 verschiedene Schwarzkopien aus den Bereichen Film, Musik und Software tauschten.

Bei der Durchsuchung stellten die Beamten drei Rechner, eine externe Festplatte, eine Playstation 3 mit Spielen - die von der GVU ohne genauere Ausführung als illegal bezeichnet wurden - und 400 gebrannte DVDs mit Kinofilmen sicher, von denen einige erst kürzlich im Kino angelaufen sind oder noch nicht legal auf DVD zu erwerben sind. Einnahmen seien zum einen durch Werbung auf der zugehörigen Webseite, zum anderen durch Zahlung von beispielsweise 50 oder 100 Euro für größere Downloadkontingente erzielt worden.

Als Betreiber des Trackers habe der Mann zudem die Zugänge der Nutzer verwaltet und die Einhaltung der von ihm aufgestellten Regeln überwacht. Auch hier mussten für jedes heruntergeladene GByte einer Datei mindestens 700 MByte der gleichen Datei hochgeladen werden. "Uploader zwang er, mindestens vier Raubkopien im Monat hochzuladen", heißt es in der Pressemitteilung vom 25. März 2009. Bei Missachtung der Regeln drohte eine Verbannung aus dem Netzwerk.

Dem Beschuldigten drohen nun eine empfindliche Geldstrafe und die Vernichtung der von ihm erstellten DVDs. "Des Weiteren muss er mit dem Verlust seiner beschlagnahmten Geräte rechnen. Das Gesetz sieht in solchen Fällen die Einziehung vor, da sie Tatmittel zur Begehung der Straftaten waren. Schwerer könnte aber noch der zivilrechtliche Aspekt wiegen: Bei der Menge und der Aktualität der rechtswidrig zur Verfügung gestellten und getauschten Filme sowie Spiele kann mit hohen Schadensersatzforderungen der geschädigten Rechteinhaber gerechnet werden", so die GVU, die damit Nachahmer abzuschrecken versucht.

Alle Tracker wurden laut GVU beim Provider OVH in Frankreich gehostet.

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ThadMiller 07. Apr 2009

Das beschlagnahmte Gras kommt nämlich auch komplett in die "Verbrennungsanlagen" hat die...

oh man 07. Apr 2009

nein ich will nicht wegen anderen irgendwelche flatrates zahlen sondern nur das kaufen...

HK 06. Apr 2009

Bei all meinem Pessimismus (öhäm... Realismus) übersehe ich immer wieder einige Dinge...

raubmordkopiere... 06. Apr 2009

Örtliche Urheberrechtsüberwacher haben die Polizei informiert...nun wird dem digitalen...

Fun 06. Apr 2009

Naja gut, ich hab privat bei knapp 7TB aufgehört Kohle auszugeben, aber da ist mein...


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