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US-Chiphersteller Micron macht weiter Verluste

Verhandlungen über Beteilung an Taiwan Memory Company gehen weiter. Micron Technology, der größte US-Speicherchipsteller, hat im letzten Quartal den neunten Verlust in Folge geschrieben. Die Firma verhandelt weiter über einen Einstieg beim neuen teilstaatlichen DRAM-Hersteller Taiwan Memory Company, der die Branche konsolidieren will.
/ Achim Sawall
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Der US-Speicherhersteller Micron Technology hat in seinem zweiten Geschäftsquartal einen Nettoverlust von 751 Millionen US-Dollar (97 Cent pro Aktie) erwirtschaftet. Vor einem Jahr lag der Verlust bei 777 Millionen US-Dollar (1,01 US-Dollar pro Aktie). Die Analysten hatten nur einen Verlust von 62 Cent erwartet. Der Umsatz fiel um 27 Prozent auf 993 Millionen US-Dollar. Damit verbucht Micron den neunten Quartalsverlust in Folge.

Konzernchef Steve Appleton hatte im Februar 2009 den Abbau von 2.000 Arbeitsplätzen und die Schließung älterer Fabriken über die kommenden Jahre angekündigt. Im Oktober 2008 wurden bereits 2.850 Stellen gestrichen. Micron hatte am Ende des Quartals 20.800 Mitarbeiter. Im Berichtszeitraum gab der Preis für Arbeitsspeicher um 30 Prozent nach, sagte Appleton.

Die Gespräche Microns mit der Taiwan Memory Company (TMC), dem taiwanischen Projekt zur Reorganisierung der DRAM-Branche, gehen indes weiter. Am 1. April 2009 hatte TMC , ein teilstaatliches Gemeinschaftsunternehmen, das aus sechs taiwanischen und ausländischen DRAM-Herstellern zusammengesetzt werden soll, ein Abkommen mit dem japanischen Unternehmen Elpida Memory bekanntgegeben. Der taiwanische Branchendienst Digitimes berichtet, dass TMC(öffnet im neuen Fenster) dabei zehn Prozent an Elpida gekauft habe.

Micron will aber keine solche Vereinbarung abschließen. "Wir sind nicht in einer Lage, in der wir eine Beteiligung von einem ausländischen Unternehmen benötigen, für die wir im Gegenzug unsere Technologiepatente abliefern müssen" , sagte Appleton. Laut Digitimes hat Micron umgekehrt versucht, Einfluss auf die Regierung Taiwans zu nehmen, um sich Anteile an TMC zu sichern.


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