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Russland will Wettbewerbskontrolle gegen Microsoft

Behörden beginnen Untersuchung im PC-Betriebssystem-Sektor. Die Russische Föderation prüft eine strengere Kartellrechtskontrolle gegen den weltgrößten Softwarekonzern Microsoft. Das US-Unternehmen könnte auf einer Liste von Firmen landen, die wegen eines Marktanteils über 35 Prozent unter staatliche Aufsicht kommen.
/ Achim Sawall
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Die Regierung der Russischen Förderation prüft eine strengere Wettbewerbsaufsicht über den Softwarehersteller Microsoft. Das hat das US-Branchenmagazin CNet(öffnet im neuen Fenster) erfahren. "Die russischen Behörden haben eine Untersuchung im PC-Betriebssystem-Sektor begonnen" , sagte ein Microsoft-Sprecher CNet. "Wir arbeiten uneingeschränkt mit den Behörden zusammen."

Microsoft könnte auf eine Liste von Unternehmen gesetzt werden, die die Regierung unter strengere Wettbewerbsaufsicht stellt. Firmen, die in Russland einen Marktanteil über 35 Prozent erreichen, könnten bereits unter Aufsicht genommen werden, hieß es weiter. Über den aktuellen Anlass für die Regierungsüberprüfung sei bislang nichts bekannt, so CNet.

Microsoft hatte im September 2004 sein Pilotprogramm für ein Billig-Windows mit Russland um ein sechstes Land erweitert. Die Windows XP Starter Edition richtete sich an Nutzer, die bisher keinen Desktop-PC genutzt haben, war aber in den Funktionen relativ stark eingeschränkt. Die maximale Bildschirmauflösung war auf 800 x 600 Pixel festgelegt, LAN-Netzwerkfunktionen wurden nicht eingebaut. Zudem können nur maximal drei gleichzeitig laufende Applikationen mit jeweils maximal drei Fenstern genutzt werden.

Auch für Windows Vista gibt es eine "Starter Edition". Für Windows 7 existieren ähnliche Pläne.


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