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"Hassen, und trotzdem respektvoll sein"

Von Zensur und Internetsperren ist zwar auch Mideastyouth ständig betroffen, aber nie lange. "Es gibt immer Wege, das zu umgehen", sagt al Shafei. "In den meisten dieser Länder sind Facebook, Flickr und Youtube natürlich sowieso gesperrt. Aber die Leute wollen sie nutzen. Das tun sie auch. Sie wissen, wie das geht. Es reicht, einem syrischen Blogger mitzuteilen: Mein Freund im Iran hat ein Problem! Und schon bekommt man einen Tipp, wie es sich lösen lässt." Absurderweise gäben die Regierungen im Nahen Osten Millionen für Internetzensur aus. Dabei, so al Shafei, reicht ein Entwickler, damit sich dieses Geld in Nichts auflöst.

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Doch die Aktivisten von Mideastyouth zetteln auch Kampagnen jenseits des Internets an. Ein internationales Echo fand die Unterstützungskampagne für den ägyptischen Blogger Kareem Amer, der wegen seiner Texte zu vier Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Vorgeworfen wurde ihm unter anderem Verunglimpfung der ägyptischen Regierung und Anstachelung zum Hass gegen Muslime.

Mideastyouth organisierte über seine Seite und soziale Netzwerke in 26 Ländern gleichzeitig Demonstrationen vor den ägyptischen Botschaften, um gegen die Inhaftierung Kareems zu protestieren. Das hatte Berichte in vielen etablierten Medien zufolge - "bis hin zum tschechischen Fernsehen", wie al Shafei betont. Kareem wurde zwar bislang nicht freigelassen, aber in ein Gefängnis für politische Gefangene verlegt und nicht mehr gefoltert. "Die Verantwortlichen wussten, dass die ganze Welt zuschaut. So kann man soziale Netzwerke für eine erfolgreiche Kampagne nutzen."

Dabei stimmen die Unterstützer der Kampagne gar nicht mit den Äußerungen des Bloggers überein, der Muslime scharf kritisiert hatte. Doch sie streiten eben für die Freiheit des anderen, seine Meinung zu sagen. Bezeichnenderweise sind die wichtigsten Unterstützer muslimische Frauen. "Es ist viel wirkungsvoller, wenn ein Araber sich für die Rechte der Kurden einsetzt, als wenn die Kurden für sich selbst kämpfen", erklärt al Shafei das Prinzip.

Nur Streit bringt Veränderung

"Mideastyouth ist kein Ort, wo sich alle umarmen und Frieden rufen. Denn das bringt keine Veränderung", sagt al Shafei. Debatten seien viel wichtiger und die Möglichkeit, tausend verschiedene Stimmen zu hören statt nur einer. "Wir streiten uns ständig - und das ist das Schöne!" Lediglich extremer Hass und extremer Rassismus werden nicht akzeptiert. "Einem Volk den Tod wünschen - nein. Aber wenn man sagt: Ich bin nicht einverstanden damit, wie dieses oder jene Volk seine Identität definiert - ok. Man kann hassen, und trotzdem respektvoll sein. Das wollen wir zeigen."

Dafür gehen die Autoren von Mideastyouth ein großes Risiko ein, vor allem für ihre persönliche Sicherheit. Um sich zu schützen, nennen sie nur selten ihre Namen, Autoren in repressiveren Ländern schicken ihre Texte per Mail oder Fax an Mitstreiter in liberaleren Ländern, die sie von dort aus online stellen. "Ich komme aus Bahrein", sagt al Shafei, die mit ihrem richtigen Namen auftritt, "da kann ich mir viel mehr erlauben als Kollegen in Syrien oder im Iran.". Doch Reisen in diese Länder sind für sie nicht mehr ohne weiteres möglich. Und Kritik am eigenen Land wäre auch für sie zu gefährlich.

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BlackUp 04. Jul 2009

Pools closed cause of aidz

dakira 05. Apr 2009

Das war auch ein erster Gedanke. Ich verbeuge mich vor dieser jungen Frau (man bedenke...

brainfuck 03. Apr 2009

Der Hauptgrund dass die Leute da drüben sich dauernd an die Gurgel gehen ist genau der...

IchBinIch 03. Apr 2009

Jedes Land hat seine Idioten, wie jedes Forum seine Trolle. Deutsche, Briten, Araber oder...

tutmirleid 02. Apr 2009

Gibts da schon ein Blog für Blog(ger)hasser? ^^ scnr


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