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Spieletest: U-Bahn-Simulator - Fehlerfahrt durch Berlin

Neben offensichtlichen Fehlern gibt es im Spiel einige zusätzliche Schwächen, die bei einem solchen Nischenprodukt aber hinnehmbar sind. So funktionieren die Abfertigungsspiegel und -kameras nicht und helfen also nicht dabei, die Bahnsteigsituation zu beurteilen. Außerdem stehen die Fahrgäste auf den Bahnsteigen nur unbeweglich herum, manchmal sind mitten im Berufsverkehr gar keine Menschen zu sehen. Die Ansagen in den U-Bahnen stammen zudem nicht von Originalsprechern, was vor allem Berlinern auffällt, die diese Ansagen anders gewohnt sind.

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Spielerisch bietet der U-Bahn-Simulator wenig. Wer einen Fahrplan erstellt, hat nur die Wahl, die gesamte Linie abzufahren. Die Dienstfahrpläne der BVG geben da deutlich mehr her: Es gibt Aussetzfahrten von Verstärkerzügen und die Züge enden auch nicht immer auf demselben Kehrgleis. Im Spiel fehlen obendrein die Züge vor und hinter dem Spieler. Es gibt nur Gegenverkehr und dementsprechend sinnlos ist das Achten auf Signale; ein Rotsignal gibt es ohnehin nur sehr selten. Außerdem bietet der Simulator auch in der Woche einen Nachtverkehr an - Berliner können davon nur träumen.

Für Abwechslung im Spiel sollen zusätzliche Missionen sorgen. Die U-Bahn-Mission "Notarzteinsatz" weckt Assoziationen, die leider zum U-Bahn-Fahrer-Beruf gehören, aber beim besten Willen nicht nachgestellt werden müssen. Zum Glück geht es dann auch nicht um einen Selbstmörder, sondern der Fahrer muss lediglich per Funk Hilfe für einen kollabierten Fahrgast holen. Das ist mit ein paar Tastendrücken erledigt. Auch die anderen Missionen sind ähnlich langweilig: Wer U-Bahn fahren will, möchte eigentlich nicht aus dem Zug aussteigen und alle Notausstiege überprüfen. Immerhin bietet das Aussteigen die Möglichkeit, die Gleis- und Bahnhofsanlagen genauer anzuschauen.

Hier ist dem Spiel die Liebe zum Detail durchaus anzumerken. Bahnhöfe wie Zitadelle oder Paulsternstraße sind bis hin zur Struktur der Wände originalgetreu nachgebildet. Die eigens entwickelte Engine macht hier einen guten Eindruck. Wenn da nicht einige Stellen wären, die aussehen, als hätten die Designer eine zerknüllte Netzspinne entfaltet, fotografiert und anschließend als Textur benutzt. Die Gleisanlagen sind in der Regel korrekt nachgebaut. Nur bei einigen Kehranlagen (wo die Züge die Richtung wechseln) kommt die Frage auf, wie die BVG den Betrieb aufrechterhält.

Die Hardwareanforderungen sind gering: Offiziell benötigt das Spiel mindestens einen Pentium 4 mit 3 GHz. Die Entwickler empfehlen aber eine moderne Dual-Core-CPU. Der Arbeitsspeicher sollte 2 GByte groß sein und die Grafikkarte sollte einer Geforce 6600 entsprechen. Unter Windows nimmt das Spiel etwa 2,5 GByte Speicher auf der Festplatte ein.

Der U-Bahn-Simulator kostet etwa 30 Euro; die USK hat das Programm ohne Altersbeschränkung freigegeben.

Fazit

Der Zugsimulator könnte besser sein, sowohl technisch als auch spielerisch. Wer einen Simulator verkauft, muss sich daran messen lassen, wie nah er an der Wirklichkeit ist. TML Studio hat mit der U7 zwar eine schöne Linie herausgepickt, sich aber angesichts deren Komplexität zu viel vorgenommen.

Immerhin ist das Bahnhofsdesign über weite Strecken gelungen. Das gilt besonders für die schönen Bahnhöfe des Nordastes der U7. Fehler und Schwächen im Spieledesign trüben das Spielerlebnis leider. Wer gerne Zugsimulatoren spielt und nicht unbedingt im Nahverkehr fahren will, ist mit Loksim 3D trotz der altbackenen Grafik besser bedient. Der U-Bahn-Simulator ist nur etwas für Nahverkehrsfans oder Spieler, die Berlin nicht kennen und über die Schwächen hinwegsehen können.

 Spieletest: U-Bahn-Simulator - Fehlerfahrt durch Berlin

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Underground... 21. Sep 2010

jap das stimmt sehe da abundzu Betriebszüge der Werkstatt duch den Richard-Wagner-Tunnel...

tenshi 19. Apr 2009

Ja, der nennt sich "Densha de Go!". Gibt das Spiel in vielen Versionen, am besten ist...

Carl Weathers 18. Apr 2009

Nice one!

Mamamamamartin 18. Apr 2009

Demnächst, der Frisör Simulator, begleiten sie Menschen bei ihrem Gang zum Frisör. Ein...

berliner 18. Apr 2009

Hehe, ja damals als man um 1:00 Nachts nie alleine war... Vielleicht sollte man sich mal...




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