CDU NRW spricht Bayerns Innenminister Medienkompetenz ab
Jarzombek zufolge zeugt Herrmanns Vergleich davon, "dass Medienkompetenzdefizite auch in Regierungen zu finden" seien. Wer solche Vergleiche ziehe, disqualifiziere sich für die weitere Diskussion über Jugendmedienschutz in Deutschland.
"Gewaltmedien gehören nicht in unsere Kinderzimmer, daher haben wir in Deutschland den strengsten Jugendmedienschutz weltweit. Das ist richtig und muss auch ausgebaut werden, denn offenbar gelangen nach wie vor Jugendliche an Computerspiele und Filme, die nicht für ihr Alter freigegeben sind. Es ist unsere Aufgabe, die bestehenden Rechtsnormen auch wirklich durchzusetzen. Wer nun auf solche Weise die sachliche Diskussion verlässt, hilft niemandem" , so Jarzombek auf seiner Homepage(öffnet im neuen Fenster) .
Der bayerische Innenminister Herrmann hatte in einer Pressemitteilung anlässlich des Deutschen Computerspielpreises die Spielebranche zum Handeln ermahnt . "Killerspiele widersprechen dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft und gehören geächtet. In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zurecht niemand infrage stellt" , so Herrmann – und entsetzte damit die in München anlässlich der Spielekonferenz Munich Gaming(öffnet im neuen Fenster) versammelten Branchenvertreter.
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