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Bayerns Innenminister vergleicht Spiele mit Kinderpornos

Herrmann: "Killerspiele gehören bislang zu den intensiv beworbenen Hauptumsatzträgern der Branche. Mit derartiger Tötungstrainingssoftware, die zum Beispiel von der US-Army zur Vorbereitung von Soldaten auf Kampfeinsätze verwendet wird, dürfen in Deutschland keine Geschäfte mehr gemacht werden." Auf Unterschiede zwischen militärischen Schießstand-Simulatoren und Unterhaltungssoftware wird dabei ebenso wenig eingegangen wie zwischen Spielen für Kinder und Erwachsene.

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Für Herrmann gilt es als wissenschaftlich klar erwiesen, "dass der andauernde Konsum derartiger Spiele, in denen Gewalt und Brutalität anders als bei Filmen aktiv ausgeübt und gesteuert wird, die Gewaltbereitschaft fördert und die Fähigkeit, Mitleid zu empfinden, verkümmern lässt." Folglich sieht er in den gewalthaltigen Spielen eine der Ursachen für "die erschreckende Jugendgewalt und auch für Amokläufe, in den Szenen aus Killerspielen in die Realität übertragen werden." Konkrete Beispiele fehlen.

Mit großer Sorge sieht CSU-Politiker Herrmann auch die Suchtgefahr, die von "derartigen Spielen" ausgeht. Immer mehr Kinder und Jugendliche würden täglich stundenlang in "dieser virtuellen Gewaltwelt" versinken. Für Schule und Ausbildung hätten die Betroffenen keine Zeit mehr und könnten so für die Gesellschaft verloren gehen. "Leider haben viele Eltern überhaupt keine Vorstellungen davon, welchen dauerhaften Schaden ihre Kinder hier nehmen", so Herrmann.

"Killerspiele widersprechen dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft und gehören geächtet. In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zurecht niemand infrage stellt", so Herrmann, der damit nicht nur Bayerns Forderungen nach Verboten von gewalthaltigen Spielen erneuert, sondern auch die Produkte der Spielebranche und diese selbst auf eine Ebene mit Kinderpornos und Drogen stellt.

Griefahn vertritt einen anderen Standpunkt: "Am Markt überwiegen gewaltfreie Spiele bei weitem und selbst die existierenden Ego-Shooter können nur ein Baustein bei der Erklärung von Gewalt sein. Aus diesem Grund brauchen wir eine faire Debatte. Die heutige Verleihung, bei der die besten Computerspiele Deutschlands prämiert werden, leistet einen wichtigen Beitrag dazu. Dies ist ein Signal für die spannende und innovative Branche und den Entwicklerstandort Deutschland. In diesem Sinne freue ich mich schon heute auf die im nächsten Jahr stattfindende Preisverleihung in Berlin."

Vertreter der Spielebranche hatten auf der Bühne und in den Gesprächen nach der Preisverleihung gefordert, dass nicht die ganze Industrie stigmatisiert würde. Gleichzeitig gab es viel Kritik an der Ausrichtung des Deutschen Computerspielpreises 2009, da dieser durch seine Spieleauswahl die Realität nur teilweise widerspiegle - es fehle beispielsweise an einer Preiskategorie mit Spielen für Erwachsene. Entsprechend gibt es auch Hoffnung für die Folgeveranstaltung.

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Watnhierlos 10. Jun 2009

"Killerspiele widersprechen dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander...

spanther 04. Mai 2009

Ahja :P

Pantau 07. Apr 2009

Sehr geehrte Damen und Herren, für Herrn Innenminister Herrmann ist es laut...

Xerzus 06. Apr 2009

Ich finde es ammüsant, wie schnell es ein Politiker schafft, sich als unwissend und...

ThadMiller 06. Apr 2009

Weder die Spiele, noch der Verein bringen Amokläufer hervor. Gegen Schützenvereine zu...


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