Blümchenfilter, bloggende Pandas, Wolfstauben und WLAN-GEZ

Dass Printmedien in der Krise sind, ist auch abseits aller Witze Realität. Manche US-Tagezeitungen werden eingestellt, das britische Traditionsblatt "The Guardian" will weitermachen. Aber nicht auf Papier, sondern mit dem größten Hype des Internets im Jahr 2009. Da sich der Guardian gegenüber neuer Technik stets aufgeschlossen gibt, verkündet das Blatt zum 1. April das Ende der gedruckten Ausgabe und will seine Inhalte künftig nur noch über Twitter verbreiten: "Experten sagen, jede Geschichte kann in 140 Zeichen erzählt werden." Doch damit nicht genug: Auch das eigene Archiv, das bis 1821 zurückreicht, soll in Form von Tweets neu geschrieben werden.

Stellenmarkt
  1. Product Manager (m/w/d) - UI/UX
    Bolinda Labs GmbH, Darmstadt, Home Office
  2. IT Servicetechniker (w/m/d) Onsite Support
    Bechtle Onsite Services GmbH, Hamburg
Detailsuche

Gar nicht kostenlos wie Twitter, sondern sogar noch 10 bis 20 Prozent teurer als bisher soll die Nutzung von öffentlichen WLAN-Hotspots werden. Das jedenfalls scherzt die Computerwoche. Die GEZ soll natürlich wieder einmal schuld sein und Gebühren auf die Hotspots erheben.

Die Hersteller von WLAN-Bausteinen zeigen sich ebenfalls humorig: Qualcomm hat unter dem Schlagwort "Wireless Convergence" ein Projekt vorgestellt, mit dem sich die Abdeckung von Mobilfunknetzen drastisch verbessern lässt. Dazu wurden kleine Basisstationen in Tausende von Tauben implantiert. Da die Tiere allerdings zu anfällig sind, wurden sie kurzerhand mit Wölfen gekreuzt, so dass die Wolfstaube als idealer Träger einer Basisstation entstanden ist. Schließlich sind Wölfe wehrhaft und vor allem in unbesiedelten Gebieten zu finden. Damit die Tiere sich nicht zu stark verbreiten, wurde zugleich der Haifalke entwickelt, der die Population an Wolfstauben in Grenzen halten soll. Noch in der Entwicklung ist der Krokodiladler.

 

Eine ähnliche Idee hatte der größte Onlinehändler. Amazon startet mit FACE (Floating Amazon Cloud Environment) einen neuen Dienst, der das Thema Cloud-Computing völlig neu definiert. Mit Helium gefüllte Ballons tragen 65.536 kleine EC2-Instanzen. Die Außenhülle ist mit polykristallinen Solarzellen bedeckt, die rund 40 Prozent der notwendigen Energie zum Betrieb der Server, der On-Board-Navigation sowie den Verteidigungssystemen liefern. Die restliche Energie steuern Brennstoffzellen bei. Für die Kommunikation mit dem Boden bietet Amazon WiMAX und Laser an, geplant ist zudem die Unterstützung der RFC 1149.

Golem Akademie
  1. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    21.06.2022, Virtuell
  2. IT-Sicherheit für Webentwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    19./20.05.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Und die echten Hacker? Die machen sich natürlich bevorzugt über Netzsperren lustig und sind dabei radikaler als so manche Ministerin. Der CCC fordert, dass künftig "Bombenbauanleitungen, Killerspiele und politische Blogs" nicht mehr ausgedruckt werden können. Stattdessen sollen Blümchenwiesen und blühende Landschaften zu Papier gebracht werden. Das Thema Kinderpornografie vermeidet der CCC dabei wohlweislich, ätzt aber mit dem fehlenden Verständnis von Politikern für technische Zusammenhänge: "Ein etwaiger Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung ist dabei unerheblich, denn schließlich wird das Ausdrucken von einschlägigem Material verhindert, und zwar dort wo dies entsteht: im Drucker."

Für Scherze eignen sich immer auch die RFC-Standards des Internets, die nicht immer in ernstem Ton verfasst sind. Und so will auch Heise.de - wieder einmal - ein RFC gefunden haben, das eine bisher kaum bekannte Funktion im Internet Protocol beschreibt. Das treffend "Schlapphutbit" genannte Ding im Header von Datenpaketen soll Geheimdiensten mitteilen, ob die Daten schon von einem anderen Dienst mitgeschnitten wurden. Das soll Kosten bei der Archivierung des gesamten Internets sparen.

Die Redakteure sparen dabei nicht mit Selbstkritik, denn im zugehörigen Artikel wird unter dem Linktext "intensive journalistische Recherche" schlicht auf www.google.de verwiesen. Die entscheidende Information über das vermeintlich verschollene RFC soll aber eine von britischen Behörden verschlampte Festplatte geliefert haben - und solche Fälle gab es tatsächlich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Blümchenfilter, bloggende Pandas, Wolfstauben und WLAN-GEZ
  1.  
  2. 1
  3. 2


spanther 02. Apr 2009

Dann tu dir ein Linux bzw. Windows draufspielen... Dann bleibt dir die Freiheit, aber...

Julia März 02. Apr 2009

... neben CADIE gibt es auch SADIE, die als Beta-Version der Gehirnsuche für das Google...

sn0 02. Apr 2009

Ich hätte da noch 1.fm im angebot. Wer bietet weniger? ;)

Spasti_takten 01. Apr 2009

http://icculus.org/news/news.php?id=4520 Wenn man schon von Google berichtet!



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fernsehen
Mit Satelliten-TV, Kodi und Ethernet zur Videosammlung

Satelliten-Fernsehen ist die beste Möglichkeit, sich eine private Film- und Seriendatenbank aufzubauen. Wir zeigen, welche Technik gebraucht und wie sie eingerichtet wird.
Eine Anleitung von Mathias Küfner

Fernsehen: Mit Satelliten-TV, Kodi und Ethernet zur Videosammlung
Artikel
  1. Delfast Top 3.0: Ukrainische Armee setzt E-Motorräder zur Panzerjagd ein
    Delfast Top 3.0
    Ukrainische Armee setzt E-Motorräder zur Panzerjagd ein

    Ukrainische Infanteristen nutzen E-Motorräder, um leise und schnell zum Einsatz zu gelangen und die Panzerabwehrlenkwaffe NLAW zu transportieren.

  2. FTTH: Deutsche Telekom kündigt weitere Glasfaserstadt an
    FTTH
    Deutsche Telekom kündigt weitere Glasfaserstadt an

    Mit Nürnberg kündigt die Telekom eine weitere Glasfaserstadt an. Der Ausbau im Großraum der Stadt soll eine halbe Milliarde Euro kosten.

  3. Missbrauchs-Vorwürfe: SpaceX zahlte 250.000 US-Dollar Abfindung
    Missbrauchs-Vorwürfe
    SpaceX zahlte 250.000 US-Dollar Abfindung

    Elon Musk soll einer Flugbegleiterin Geld für Sex angeboten haben. SpaceX zahlte für eine Geheimhaltungsvereinbarung.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Borderlands 3 gratis • CW: Top-Rabatte auf PC-Komponenten • Inno3D RTX 3070 günstig wie nie: 614€ • Ryzen 9 5900X 398€ • Top-Laptops zu Tiefpreisen • Edifier Lautsprecher 129€ • Kingston SSD 2TB günstig wie nie: 129,90€ • Samsung Soundbar + Subwoofer günstig wie nie: 228,52€ [Werbung]
    •  /