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Drakensang großer Gewinner beim Deutschen Computerspielpreis

Rollenspiel von Radon Labs ist bestes Jugendspiel und Bestes Deutsches Spiel. Das Rollenspiel Drakensang des Berliner Entwicklerstudios Radon Labs hat bei der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises den Hauptpreis als "Bestes Deutsches Spiel" gewonnen. Eine kleine Überraschung gelang der Jury in der Kategorie "Innovation".
/ Peter Steinlechner
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Der große Gewinner bei der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises heißt Drakensang . Das Rollenspiel, entwickelt von Radon Labs, hat sich bei der Preisverleihung in München sowohl in der Kategorie "Bestes Jugendspiel" als auch im Hauptpreis "Bestes Deutsches Spiel" gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Kulturstaatsminister Bernd Neumann überreichte die höchste Auszeichnung, die mit einem Preisgeld von 150.000 Euro verbunden ist.

Eine Überraschung gab es in der Kategorie "Innovation". Hier hatte es im Vorfeld - auch von Seiten des Jurymitglieds Golem.de - Kritik an den Nominierungen gegeben, weil unter anderem eine Neuauflage von Die Siedler 2 in der Liste auftauchte. Jetzt hat die Jury in dieser Kategorie einfach keinen Preis vergeben. Deren Vorsitzender Wolf-Dieter Ring sagte dazu: "Die Jury war sich einig, dass in Deutschland produzierte Computerspiele vielfältige Innovationen aufweisen. Aber unter den in diesem Jahr für diese Preiskategorie eingereichten und nominierten Spielen war nach Auffassung der Jury keine so herausragende neue Innovation, dass sie mit dem mit 75.000 Euro dotierten Innovationspreis hätte ausgezeichnet werden können."

In der Kategorie "Bestes Internationales Spiel" gab es zwei Gewinner: Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer überreichte die Preise jedoch überraschender Weise nicht, er war anders als angekündigt nicht auf der Veranstaltung. Die Preise für Wii Fit und Little Big Planet überreichte deshalb Siegfried Schneider (CSU), Staatsminister und Leiter der Bayerischen Staatskanzlei. Bei Wii Fit seien vor allem Koordination und Sportsgeist gefragt, Little Big Planet stehe für Kreativität und Kommunikation, so das Urteil der Jury.

Sieger in der Kategorie "Bestes Kinderspiel" wurde das Schachlernprogramm Fritz & Fertig von Koch Media. Der Preis für das "Beste Browsergame" wurde von Rainer Calmund an Gameforge für Ikariam überreicht; in seiner Rede hat Calmund vorgeschlagen, auch junge Mitglieder in die Jury aufzunehmen.

Im Anschluss an diese Auszeichnung wurde der Sieger der Kategorie "Bestes Mobiles Spiel" gekürt, eine Kategorie, in der sowohl Handyspiele als auch Titel für mobile Plattformen wie für Nintendo DS oder PlayStation Portable eingereicht werden konnten. Crazy Machines für Nintendo DS lautet der Sieger, der von Fakt Software und dtp entertainment kommt.

In der Kategorie "Bestes Schülerkonzept" hat sich das Elsa-Brandström-Gymnasium aus Oberhausen hervorgetan, das mit seinem Konzept Monkeys World Wide Jungle das Preisgeld von 15.000 Euro für die Schule gewinnen konnte. Mit Snatch'Em, das "Beste Studentenkonzept", konnte die FHTW in Berlin den Sieg in dieser Kategorie davontragen.

Den Preis in der mit 75.000 Euro dotierten Kategorie "Bestes Serious Game" erhielt Zone 2 Connect für ihren Titel Tech Force. Dieses Spiel vermittelt auf spielerische Art Informationen über Ausbildungsinhalte von Berufen in der Metall- und Elektroindustrie.

Der Deutsche Computerspielpreis wurde im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der BMW-Welt in München vergeben. Eine Reihe von Spielherstellern und -entwicklern sowie eine Hochschule und eine Schule durften sich über den mit 600.000 Euro dotierten Preis freuen, der von Kulturstaatsminister Bernd Neumann und den Verbänden GAME, BIU, BVDW und Bitkom ausgeschrieben war; Staat und Verbände übernehmen je die Hälfte des Preisgeldes. Der Deutsche Computerspielpreis soll unter anderem der Förderung des Wirtschaftstandorts Deutschland dienen. Alle Preisgelder, die an diesem Abend an die Gewinner übergeben wurden, sollen der Förderung und Entwicklung hochkarätiger Computerspiele dienen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann betonte: "Wir sind überzeugt, dass dieser Preis den Wirtschaftsstandort Deutschland im Hinblick auf die Entwicklung kulturell und pädagogisch wertvoller Computerspiele fördert und nachhaltig stärkt" . 2010 wird der Preis in Berlin vergeben.


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