Abo
  • IT-Karriere:

Scheidung dank Google Street View (Update)

Ehemann durch Googles Straßenansichten der Untreue überführt

Eine Frau in Großbritannien konnte ihren Mann durch Google Street View der Untreue überführen: Die Straßenbilder zeigten sein Auto, das vor dem Haus der Geliebten parkte.

Artikel veröffentlicht am ,

Er hatte gesagt, er sei geschäftlich unterwegs. Sie aber vermutete, sein Engagement gelte weniger der Karriere, sondern dem anderen Geschlecht. Und sie behielt recht.

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Berlin, Frankfurt am Main, Wolfsburg, Braunschweig
  2. VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Bonn

Die Britin muss eine Vermutung gehabt haben, wer die Favoritin ihres Ehemannes sein könnte. Sie sah bei Googles Street View nach und fand prompt den Wagen ihres Mannes vor deren Haus, berichtet das englische Boulevardblatt The Sun. Die betrogene Ehefrau fackelte nicht lange und reichte die Scheidung ein.

"Die Menschen werden auf Google erwischt", kommentierte der Anwalt Mark Stephens in der Sun. Denn es ist offensichtlich kein Einzelfall: Als er mit einem Kollegen die Angelegenheit erörterte, kam ein weiterer Anwalt hinzu und erzählte, seine Kanzlei sei mit einem ähnlichen Fall beschäftigt, so Stephens.

Auf eine solche Nachricht dürfte Bundesdatenschützer Peter Schaar nur gewartet haben: Kaum schickte Google Mitte 2008 die ersten Kamerafahrzeuge in Deutschland los, protestierte Schaar vehement und forderte, Google per Gesetz Einhalt zu gebieten. Eine Reihe von Städten und Gemeinden in Norddeutschland setzte durch, dass Google ihre Straßen nicht fotografiert. Auch eine Gemeinde im US-Bundesstaat Minnesota verweigerte Googles Kameraautos die Durchfahrt. Das hilft allerdings nicht immer: Google hat auch schon ohne Erlaubnis der Besitzer Privatstraßen fotografiert.

Dass die Aufnahmen alt sind und es sich damit möglicherweise um eine harmlose Verwechslung handelt, ist eher unwahrscheinlich: Die Straßenansichten aus 25 britischen Städten sind erst seit vorletzter Woche online. Auch im Königreich hagelte es gleich nach dem Start des Angebots Proteste, und Google sah sich gezwungen, eine Reihe Fotos zu entfernen, darunter das eines Mannes, der genüsslich neben einem entsprechenden Verbotsschild eine Zigarette raucht, oder das eines Mannes, der sich auf offener Straße übergibt.

Bei dem Auto handelte es sich laut dem Boulevardblatt um einen Range Rover, also nicht unbedingt um ein besonders auffälliges Fahrzeug. Einziges individuelles Merkmal waren die extravaganten Radkappen - und genau daran erkannte die betrogene Ehefrau den Wagen ihre Mannes. Was folgt daraus? In Zeiten von Google Street View nur ohne Radkappen oder mit dem Taxi zur Geliebten fahren.

Nachtrag vom 31. März 2009, 14:07 Uhr
Inzwischen ist ein Blogger namens Idiot Forever aufgetaucht, der behauptet , er habe die Geschichte erfunden, um der Sun einen Streich zu spielen. Nachprüfen lässt sich für uns weder die eine, noch die andere Version.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 38,99€
  2. 2,49€
  3. 5,99€
  4. 14,95€

Jakelandiar 02. Apr 2009

und? Steht doch auch ne Ausnahme drinne. Ich weiß echt nicht wo euer Problem liegt. "(1...

Brian Griffin 01. Apr 2009

"Nachprüfen lässt sich für uns weder die eine, noch die andere Version." Soso, IT-News...

4ATG 01. Apr 2009

Und warum brauchen wir diesen Hinweis, wenn schon niggemeier selbst hier Werbung gemacht...

huahuahua 01. Apr 2009

...das Thema gehört, trotzdem es sich bei der Meldung vermutlich um einen Fake handelt...

P. H. 01. Apr 2009

Ich finde es jedenfalls gut, dass die Meldung nicht komplett rausgenommen wurde. An den...


Folgen Sie uns
       


Bionic Finwave - Bericht (Hannover Messe 2019)

Festo zeigte auf der Hannover Messe einen schwimmenden Roboter aus dem 3D-Drucker.

Bionic Finwave - Bericht (Hannover Messe 2019) Video aufrufen
Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Homeoffice: Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
Homeoffice
Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst

Homeoffice verspricht Freiheit und Flexibilität für die Mitarbeiter und Effizienzsteigerung fürs Unternehmen - und die IT-Branche ist dafür bestens geeignet. Doch der reine Online-Kontakt bringt auch Probleme mit sich.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Headhunter ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
  3. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?

Kontist, N26, Holvi: Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer
Kontist, N26, Holvi
Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer

Ein mobiles und dazu noch kostenloses Geschäftskonto für Freiberufler versprechen Startups wie Kontist, N26 oder Holvi. Doch sind die Newcomer eine Alternative zu den Freelancer-Konten der großen Filialbanken? Ja, sind sie - mit einer kleinen Einschränkung.
Von Björn König


      •  /