Intel sucht Ideen für Larrabee bei Spieleentwicklern
Hauptsächlich an Programmierer richtete sich ein Vortrag von Intel auf der GDC(öffnet im neuen Fenster) . Im Vorfeld der Veranstaltung hatte der Chiphersteller US-Journalisten zu einer Telefonkonferenz geladen, in der es auch neue Details zur Architektur des Chips gab.
Wie Intel bereits im August 2008 verraten hatte, besteht Larrabee aus vielen kleinen x86-Kernen, die auf dem Design des ersten Pentium basieren. Sie arbeiten aber, ähnlich wie beim Atom, mit In-Order-Bearbeitung(öffnet im neuen Fenster) von Befehlen. Der x86-Kern soll dabei laut einem Bericht von CNET(öffnet im neuen Fenster) vor allem die Steuerung des Programmablaufs und Speicherverwaltung übernehmen.
Die eigentlichen Berechnungen führt eine Vektoreinheit durch, die ein wenig den SSE- und MMX-Einheiten der Desktop-CPUs ähnelt. In einem Takt soll Larrabees Vektoreinheit 16 Befehle bearbeiten können – und zwar ebenfalls In-Order. Dafür muss der x86-Kern die bis zu 512 Bit breiten Datentypen aufbereiten. Wie die beiden Funktionsblöcke verbunden sind, erklärte Intel jedoch noch nicht.
Die Kommunikation innerhalb des Larrabee ist eine der schwierigsten Aufgaben, bekannt ist bereits, dass Intel einen zweistufigen Ringbus vorgesehen hat, welcher die x86-Kerne verbindet. Diese Kerne können zudem mit einem eigenen Scheduler vier Threads verwalten. Nach bisher inoffiziellen Informationen sollen die ersten Larrabees aus bis zu 16 x86-Kernen bestehen, was dann die beeindruckende Zahl von 64 Threads ergibt.
Um diese Hardware auch auszunutzen, müssen Programmierer von Anfang an auf Strukturen achten, die sich gut parallelisieren lassen. Daher rief Intel die Entwickler auf, weitere Wünsche zu den Funktionen von Larrabee zu äußern. Tom Forsyth, einer der Larrabee-Designer, sagte laut CNET: "Wir befragen etliche hochrangige Entwickler zum Design von Larrabee" . Nur ein Unternehmen wurde dabei auch beim Namen genannt. Das Animationsstudio von Dreamsworks soll bereits mit Larrabee-Programmen arbeiten, die auf Nehalem-Rechnern simuliert werden.
Echte Hardware gibt es nämlich noch immer nicht. Frühestens Ende 2009 sollen die ersten Larrabee-Prototypen erscheinen. Vorher will Intel jedoch auch Bibliotheken für C++ öffentlich zur Verfügung stellen, mit denen sich Larrabee simulieren lässt. Sämtliche Funktionen der Hardware sollen so zur Verfügung stehen. Dieses Verfahren wenden Chipentwickler intern stets an, um das Verhalten von Hardware im Zusammenspiel mit Programmen zu untersuchen, bevor die ersten Chips hergestellt sind.



