Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Spieletest: Baphomets Fluch - The Director's Cut

Überarbeiteter und erweiterter Klassiker. Intuitive Bedienung, fordernde Rätsel, tolle Atmosphäre und eine spannende Story. Auch 13 Jahre nach seinem Erscheinen gilt Baphomets Fluch von Revolution Software als eines der besten Adventures. Ubisoft veröffentlicht nun einen Director's Cut für Wii und DS – mit neuen Ideen und Passagen.
/ Thorsten Wiesner
83 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Als Nicole Collard das Angebot erhält, ein Exklusivinterview mit dem Pariser Medienmogul Pierre Carchon zu führen, sieht sie ihre große Chance gekommen – der Termin könnte der Durchbruch für ihre Journalistenkarriere sein. Allerdings kommt alles anders als geplant. Noch bevor das Gespräch beginnt, bricht ein Pantomime in die Wohnung der Carchons ein und erschießt den Hausherren. Collard beschließt, die Ermittlungsarbeit nicht der Polizei zu überlassen, sondern selbst aktiv zu werden. An der Seite des amerikanischen Touristen George Stobbart gerät sie so schon bald in ein Abenteuer, das immer mysteriöser wird und gar Verbindungen zu einer mittelalterlichen Verschwörung aufweist.

Baphomets Fluch Director's Cut – Trailer
Baphomets Fluch Director's Cut – Trailer (01:47)

Der Einstieg ins Spiel ist nur eine der Neuerungen, die die Entwickler für den Director's Cut vorgenommen haben; auch im folgenden Spielablauf gibt es immer wieder Passagen mit Nico, die im Original nicht enthalten waren. Die Story entspricht zwar der des PC-Originals, ein paar bisher offene Fragen werden aber nun durch zusätzliche Gespräche und Schauplätze beantwortet. Der Charme, den das unfreiwillige Heldenduo ausstrahlt, ist ganz der alte geblieben; Nico und George sind weiterhin eines der wohl witzigsten und am besten aufeinander abgestimmten Adventure-Paare und bringen einen immer wieder durch witzige Dialoge zum Schmunzeln.

Das Spielprinzip ist ohnehin unverwüstlich: Multiple-Choice-Gespräche führen, unzählige Schauplätze nach brauchbaren Objekten absuchen, im Inventar ablegen und miteinander kombinieren und so Schritt für Schritt die mysteriöse und spannende Geschichte voranbringen ist weiterhin motivierend und unterhaltsam.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Den Entwicklern ist es aber vor allem auch gelungen, das Spiel auf die neue Hardware abzustimmen. Auf dem DS wird via Touchscreen und Stylus die Szenerie abgesucht – bei benutzbaren Gegenständen leuchten kleine Symbole auf, durch einfaches Schieben des Stylus in die jeweilige Richtung werden Aktionen wie Ansehen oder Nehmen durchgeführt. In Gesprächssituationen wird durch Tippen auf ein Piktogramm die jeweils nächste Frage bestimmt. Auch optisch ist das gut gelöst: Während auf dem oberen Bildschirm meist die sprechenden Personen in Großaufnahme zu sehen sind, wird unten die gesamte Szene dargestellt.

Zudem ist der Director's Cut um größtmögliche Zugänglichkeit bemüht – durch Tippen auf das Stylus-Symbol am unteren Bildschirmrand werden Hinweise zur Bedienung gegeben. Wer an einer bestimmten Stelle nicht weiterkommt, tippt stattdessen das Fragezeichen an – und erhält die benötigte Info. Damit davon nicht zu häufig Gebrauch gemacht wird, vermerkt das Spiel die Menge der abgerufenen Hinweise. Erfahrene Rätsellöser werden deshalb versuchen, so selten wie möglich auf diese Unterstützung zurückzugreifen.

Ebenfalls gelungen: Per Klick auf das Notizbuch lassen sich Tagebucheinträge durchblättern, die teils wichtige Informationen liefern, gleichzeitig aber auch das Wissen der vorherigen Spielstunden sammeln.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Ein großes Manko der DS-Version ist allerdings die fehlende Sprachausgabe. Da setzt die Modulgröße dann doch Grenzen. Die Wii-Version hingegen verfügt über gesprochene Originaldialoge, allerdings lag uns diese nicht zum Test vor. Optik und Sound hingegen sind stimmig: eng am Original orientiert, trotzdem nie altbacken.

Baphomets Fluch – The Director's Cut ist für Nintendo Wii und Nintendo DS im Handel erhältlich und kostet etwa 50 Euro (Wii) beziehungsweise 40 Euro (DS). Die USK hat dem Spiel eine USK-Einstufung ab zwölf Jahren vergeben.

Fazit

Gelungene Wiederbelebung: Der Director's Cut von Baphomets Fluch punktet nicht nur mit Charme und Witz, die schon das Original auszeichneten, sondern ergänzt das bekannte Abenteuer um neue Szenen und gelungene Bedienungselemente. Adventure-Neulinge sollten ohnehin zugreifen, aber auch Spieler des PC-Klassikers bekommen noch genügend Neuerungen geboten, um sich noch einmal mit Nico und George auf die Reise zu begeben.


Relevante Themen