IPREDator - Pirate Bay bietet Anonymisierung an
Der schwedische BitTorrent-Tracker The Pirate Bay will seinen Nutzern künftig einen Anonymisierungsdienst anbieten. Nutzer können dann Daten anonym über ein virtuelles privates Netz (Virtual Private Network, VPN) austauschen.
Durch die Nutzung eines VPNs ist lediglich die vom VPN-Anbieter vergebene IP-Adresse sichtbar, nicht aber die, die der Nutzer von seinem Provider bekommt. So ist ein Nutzer vor Identifizierung sicher. Die einzige Schwachstelle in so einem System ist der VPN-Anbieter selbst, der die IP-Adressen seiner Nutzer kennt. Hier verspricht Pirate Bay jedoch, keine Nutzerdaten zu speichern. Damit mache IPREDator(öffnet im neuen Fenster) die Nutzer "anonymer" als andere VPN-Dienste.
Der Name IPREDator spielt auf die europäische Richtlinie zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums (Intellectual Property Rights Enforcement Directive, IPRED) an, die in Schweden am 1. April 2009 in Kraft tritt. Die Richtlinie 2004/48/EG(öffnet im neuen Fenster) soll die Position der Rechteinhaber bei der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen stärken.
Rechtzeitig zum Inkrafttreten von IPRED soll auch der IPREDator am 1. April 2009 starten. Derzeit befindet sich der Dienst noch im Betatest. Die Nutzung soll laut Pirate Bay "rund 5 Euro im Monat" kosten.
Mit der Einführung von IPREDator löst Pirate Bay einen Teil seines Versprechens aus dem Sommer 2008 ein: Seinerzeit kündigten die Schweden an, eine Software entwickeln zu wollen, die den gesamten IP-Verkehr eines Computers verschlüsselt . Der Plan war eine Reaktion auf die Verabschiedung eines Abhörgesetzes in Schweden.
Die Verhandlung der Urheberrechtsklage gegen die vier Betreiber des BitTorrent-Trackers ist inzwischen beendet. Das Urteil soll am 17. April 2009 verkündet werden.
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